Anwohner brauchen etwas Geduld

 Den Bach sicher unter der Straße durchlaufen zu lassen, dafür braucht es mehrere Arbeitsgänge. Die „Verkastung“ des Bachs in Banfe gestaltete sich zuletzt nicht ganz einfach. Jetzt spielt das Wetter endlich mit. Foto: Holger Weber
  • Den Bach sicher unter der Straße durchlaufen zu lassen, dafür braucht es mehrere Arbeitsgänge. Die „Verkastung“ des Bachs in Banfe gestaltete sich zuletzt nicht ganz einfach. Jetzt spielt das Wetter endlich mit. Foto: Holger Weber
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howe - „Ich habe vollstes Verständnis für die Leute, für Hobestodts, Woarnersch oder Oarns“, sagt die Banfer Ortsvorsteherin Elvi Hassler. Die Anlieger vom Lindenfelder Weg und die Bürger von Banfe haben schon einiges mitmachen müssen, seit es die Großbaustelle gibt. Die zieht sich seit vielen Wochen von der Eiche in der Ortsmitte fast 900 Meter bis zum Ortsausgang Richtung Ilsetal. Und irgendwie haben die Bürger das Gefühl, als gehe es auf der Kreisstraße 17 nicht voran.

„Wenn Randsteine gesetzt werden oder asphaltiert wird, dann sehen die Leute was“, stellt Polier Harald Irle im SZ-Gespräch fest. Dann rücke es auf der Baustelle. Aber hier seien „viele Kleinigkeiten, die aufhalten.“ Die Verrohrung des Goddelsbachs bereitet Probleme, weil die Arbeiten sehr aufwändig sind. „Das Bauwerk an sich“, weiß Harald Irle, „braucht sieben bis acht Arbeitsgänge.“ Da müsse der Beton gestrahlt, das Eisen behandelt, die Kratzspachtelung aufgetragen und nicht zuletzt der Kunstharz in mehreren Gängen verteilt werden. Hauptproblem sei hier das Wetter gewesen. „Ich habe mehr mit dem Wetterdienst telefoniert als mit sonst jemandem“, erzählt Harald Irle. Es sei ja in den vergangenen Wochen – bis auf die letzten Tage – kein einziger Tag ohne Regen oder Nässe gewesen.

Und bei diesen Kunstharzverfahren sei man darauf angewiesen, die aufgetragene Masse auch mindestens einen Tag trocknen zu lassen. Nicht immer hat das mit der Trocknungszeit hingehauen. Einmal musste das Harz sogar wieder abgetragen werden, weil es durch den Regen nass geworden war. Das wiederum hat Mehrkosten verursacht. Auch der Kunstharz-Lieferant musste mehr als einmal von weit her anrücken. Zu allem Übel stellte die Baufirma vor Ort beim Ausbaggern fest, dass der Kanal kurz vor der Talstraße gerissen und eingebrochen war. Da kamen so einige Sachen ans Tageslicht, die bewältigt werden mussten.

Jetzt, wo das Wetter mitspielt, läuft es – wobei Harald Irle mit einer Prognose, was das Ende der Bauarbeiten anbetrifft, sehr vorsichtig sein möchte. „Wenn wirklich alles gut und optimal läuft, könnten wir in vier bis fünf Wochen weg sein“, hofft der Polier. Hinten im Lindenfelder Weg ist soweit alles fertig mit der aufwändigen „Verkastung“ des Goddelsbachs. Fehlt nur noch das vordere Stück gegenüber der alten Eiche. Apropos „Verkastung“: Genau das ist die Besonderheit an der Baustelle. Denn der Goddelsbach fließt seit den frühen 60er Jahren unter einem Betonkasten durch den Lindenfelder Weg, führt weiter unterhalb der Banfetalstraße durch und kommt bei „Bäckersch Hermann“ auf der Seite raus. Zu der Bauweise gibt es wohl auch keine Alternative. „Rohre müssten tiefer gelegt werden, und dann bekommen wir nicht das nötige Gefälle“, erläutert Harald Irle. Also bleibe man bei den Kantenprofilen. Bis zur Fertigstellung des Lindenfelder Wegs hoffen Ortsvorsteherin, Polier und Bauleitung auf das weitere Verständnis der Bürger. Die müssen in der Ortsmitte an der Ampel stehen bleiben, um die Baustelle einspurig passieren zu können. Der Lindenfelder Weg selbst wird weiterhin über Hochstraße und Altes Gewanne umgeleitet, wo unbedingt Tempo 30 eingehalten werden solle. „Schon allein wegen der Kinder, die ja jetzt wieder in die Schule gehen“, sagt Elvi Hassler.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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