Schnelltest-Nachfrage nimmt ab
Apotheken verkürzen Öffnungszeiten

Viele lokale Apotheken, wie die „easyApotheke“ in der Sandstraße, passen ihre Öffnungszeiten entsprechend der Nachfrage an.
  • Viele lokale Apotheken, wie die „easyApotheke“ in der Sandstraße, passen ihre Öffnungszeiten entsprechend der Nachfrage an.
  • Foto: rt
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

gro Siegen. Spontan einen Corona-Test machen war vor einigen Wochen zu bestimmten Stoßzeiten auch in den Apotheken nahezu unmöglich. Wartezeiten und lange Schlangen gehörten dazu. Jetzt haben die Teststellen ebenfalls weniger zu tun. Denn die Apotheken gehören neben vielen privaten Anbietern und staatlichen Einrichtungen zu den größten Teststellen-Betreibern.

Viele Filialen in Siegen und Umgebung wollen ihre Öffnungszeiten nun auch entsprechend der Nachfrage anpassen. „Da sowieso die meisten eher am Wochenende zum Testen vorbeikommen, verkürzen wir unsere Testzeiten in der Woche“, sagt Frauke Fluga, Mitarbeiterin der „easyApotheke“ in der Sandstraße. Dennoch solle ein Testangebot bestehen bleiben.

Zudem will der Bund jetzt auch den Apothekern weniger pro Schnelltest zahlen als zuvor. Denn vor ein paar Wochen bekamen Apotheken wie alle anderen Anbieter 18 Euro pro durchgeführtem Antigentest. Nun zahlt der Bund nur noch bis zu 12,50 Euro. Dr. Gero von Fircks, Sprecher der Apotheken in Siegen-Wittgenstein, sieht die geringere Vergütung als sehr problematisch an. „Viele Betreiber haben aufgrund der Testungen einen erhöhten Personalbedarf. Jetzt, wo sich viele Kollegen in der Region eingerichtet haben und testen, soll plötzlich pro Test weniger erstattet werden. Dies ist aus Sicht der Apotheken sehr unfair geregelt worden“, so von Fircks. Laut dem Pharmazeuten hätten die Verantwortlichen von Anfang an ankündigen müssen, dass der erstattete Betrag sich womöglich ändern könnte.

► Wie stark die Nachfrage sinkt, zeigen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums. Vergangenen Donnerstag (17. Juni) wurden in NRW 306 000 Antigen-Schnelltests über die Teststellen durchgeführt. Von denen waren 216 positiv – ein Anteil von 0,07 Prozent. Eine Woche zuvor waren es noch 498 000 Tests an einem Tag (positiv: 0,08 Prozent), einen Monat zuvor 594 000 (positiv: 0,23 Prozent). Die Zahl der Teststellen lag in NRW zuletzt stabil bei 9236 – zukünftig könnten es jedoch deutlich weniger sein.

Autor:

Sarah Groos

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