„Arbeit der Zukunft gestalten wir“

 Unter dem Motto „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir“ demonstrierten gestern Hunderte von Gewerkschaftern in Siegen für gute Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung. Foto: ihm
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ihm - Nicht nur Lohnprozente und Renteneineintrittsalter, sondern die soziale Absicherung in Deutschland, Europa und darüber hinaus ist den Arbeitnehmervertretern wichtig. Das Motto der  Maikundgebung der DGB-Region Südwestfalen: „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!“ 

Rund 300 Menschen zogen mit Transparenten, Trillerpfeifen und Trommeln ausgerüstet vom Arbeitsamt in der Emilienstraße durch die Stadt bis zum alten Lokschuppen hinter den Bahngleisen. Hier stießen noch einmal rund 200 Menschen, darunter viele Familien mit Kindern, zur Maikundgebung.

DGB-Regionsgeschäftsführer Werner Leis erinnerte an die Anfänge des „Tags der Arbeit“, als vor 125 Jahren die Arbeiter zum ersten Mal auf die Straße gegangen seien und für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert hätten. Seitdem habe man viel erreicht – den Mindestlohn nannte er als herausragende Errungenschaft der letzten Jahre –, aber die Arbeitnehmer bekämen nichts geschenkt, jede Verbesserung müsse erkämpft werden.

Dem „Gejammer“ der Arbeitgeber über die Probleme mit dem Mindestlohn dürfe die Kanzlerin nicht auf den Leim gehen, appellierte der Hauptredner des Tages, Gewerkschaftssekretär Thorsten Hagedorn von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) aus Köln. Man müsse im Gegenteil noch an einigen Stellschrauben zugunsten der Arbeitnehmer drehen. Die Aufzeichnungspflicht der Arbeitszeit dürfe nicht den Arbeitnehmern aufgebürdet werden, sondern sei Sache der Arbeitgeber: „Wer nichts zu verbergen hat, kann auch aufzeichnen.“ Weitere Branchen – Hagedorn nannte die Bäcker und den Einzelhandel – müssten in das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit aufgenommen werden. 

Am Nachmittag hatten 27 linke und linksextremistische Gruppen zu einer weiteren Demonstration aufgerufen: „Heraus zum Roten 1. Mai“. 300 bis 400 Menschen marschierten hinauf zum Kornmarkt, dort dürfte die Versammlung etwa genau so groß gewesen sein wie im Lokschuppen. Die Forderungen aber klangen deutlich radikaler. Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen verlangte beispielsweise das Verbot von Erbschaften, verurteilte Leiharbeit als „Sklavenarbeit“, die generell verboten werden müsse, und bezeichnete die NATO als Kriegstreiber. Grußworte kamen u. a. von Kommunisten aus Griechenland und von kurdischen Kämpferinnen gegen den Terror der IS.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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