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Arbeiten dürfen

SZ-Redakteur Andreas Goebel.

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, so hat es die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann einmal formuliert. Die Wahrheit lautet in diesem Falle: Die Rente ist unsicher, und wir werden in Zukunft länger arbeiten, weil wir ja auch immer älter werden und weil uns das die Bevölkerungsentwicklung mit immer mehr Alten so vorgeben wird. In Dänemark wird es schon in neun Jahren so weit sein – Rente mit 68.
Dass unser Rentensystem auf tönernen Füßen steht, erkennt man leicht daran, dass schon jetzt jedes Jahr 100 Milliarden an Steuergeldern zugeschossen werden müssen, um es zu erhalten. Natürlich wird es nicht funktionieren, indem man auf das jetzige Modell einfach ein paar Jährchen draufsattelt. Wir brauchen eine Rentenreform, und zwar eine tiefgreifende.

Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar, so hat es die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann einmal formuliert. Die Wahrheit lautet in diesem Falle: Die Rente ist unsicher, und wir werden in Zukunft länger arbeiten, weil wir ja auch immer älter werden und weil uns das die Bevölkerungsentwicklung mit immer mehr Alten so vorgeben wird. In Dänemark wird es schon in neun Jahren so weit sein – Rente mit 68.
Dass unser Rentensystem auf tönernen Füßen steht, erkennt man leicht daran, dass schon jetzt jedes Jahr 100 Milliarden an Steuergeldern zugeschossen werden müssen, um es zu erhalten. Natürlich wird es nicht funktionieren, indem man auf das jetzige Modell einfach ein paar Jährchen draufsattelt. Wir brauchen eine Rentenreform, und zwar eine tiefgreifende. Hören wir doch erst einmal damit auf, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Einen schwer arbeitenden Landschaftsgärtner-Gesellen kann man nicht mit einem Angestellten aus dem Rathaus gleichstellen. Die Rentenpunkte in Verschleißberufen müssten ganz anders gewichtet werden als die körperlich schonender. Auch sollte die Politik alles daransetzen, das Alter besser vor Armut zu schützen. Ein Renteneintritt mit 68 oder irgendwann vielleicht mit 70 Jahren kann nur gelingen, wenn wir die Arbeitswelt umgestalten. Die Erkundigung unter Kollegen: „Und, wie lange musst du noch?“, zeigt doch die ganze Misere. Leider ist sie verbreitet. Arbeiten soll man nicht müssen, sondern dürfen. Das ist ein langer Weg, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen mit der Politik nur gemeinsam gehen können.

a.goebel@siegener-zeitung.de

Beispiel Österreich
Rente mit 68 als "Affront gegen Arbeitnehmer"
Autor:

Dr. Andreas Goebel (Redakteur) aus Betzdorf

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