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Gefahr im Verzug am Jakob-Scheiner-Platz
Asphalt ersetzt Steinplatten

Die Steinplatten am Scheinerplatz in Siegen bröckeln. Um die Verkehrssicherungspflicht zu garantieren, hat die Stadt Siegen einen Teil asphaltiert, aufhellender Splitt muss von einer Fachfirma aufgebracht werden. Auf jeden Fall will man so das Gesamtbild wie am Kornmarkt in der Oberstadt verschönern.
  • Die Steinplatten am Scheinerplatz in Siegen bröckeln. Um die Verkehrssicherungspflicht zu garantieren, hat die Stadt Siegen einen Teil asphaltiert, aufhellender Splitt muss von einer Fachfirma aufgebracht werden. Auf jeden Fall will man so das Gesamtbild wie am Kornmarkt in der Oberstadt verschönern.
  • Foto: rt
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen. Der Jakob-Scheiner-Platz beim Apollo-Theater in Siegen ist seit Jahren mit Problemen behaftet, jedenfalls was die Gestaltung mit Steinplatten angeht. Schon 2017 gab es Beratungen, wie das Areal saniert werden könnte. Nicht nur Polizei und Ordnungsamt fahren durch die Fußgängerzone, der rückwärtige Siechhausweg muss jederzeit für die Feuerwehr und deren schweres Rettungsleiterfahrzeug erreichbar sein.
Bei der Suche nach Alternativen zu den Platten stieß man auf kleinere Steinformate. Zwei Muster-Pflastersteine (Naturstein/113 000 Euro und Betonstein mit Natursteinoptik/47 000 Euro) wurden der Politik vorgestellt, sie haben aber Nachteile: Trotz ähnlicher Optik würde sich das Fugenbild verschieben, die Platzgestaltung würde nachhaltig verändert.

mir Siegen. Der Jakob-Scheiner-Platz beim Apollo-Theater in Siegen ist seit Jahren mit Problemen behaftet, jedenfalls was die Gestaltung mit Steinplatten angeht. Schon 2017 gab es Beratungen, wie das Areal saniert werden könnte. Nicht nur Polizei und Ordnungsamt fahren durch die Fußgängerzone, der rückwärtige Siechhausweg muss jederzeit für die Feuerwehr und deren schweres Rettungsleiterfahrzeug erreichbar sein.
Bei der Suche nach Alternativen zu den Platten stieß man auf kleinere Steinformate. Zwei Muster-Pflastersteine (Naturstein/113 000 Euro und Betonstein mit Natursteinoptik/47 000 Euro) wurden der Politik vorgestellt, sie haben aber Nachteile: Trotz ähnlicher Optik würde sich das Fugenbild verschieben, die Platzgestaltung würde nachhaltig verändert.

Korrekturen zeigten keine Wirkung mehr

Das bedeutet: Einst erhaltene Zuschüsse für die Gestaltung des Scheiner-Platzes müsste die Stadt Siegen zurückzahlen, jedenfalls läuft noch die Zweckbindungsfrist bis zum Jahr 2026.
Im Frühjahr kam die Corona-Krise dazu, es gab keine Sitzungen der zuständigen Ausschüsse mehr. Mittlerweile hat sich das Schadensbild so verschlechtert, dass Korrekturen über Nachsanden und Abrütteln einzelner Bereiche durch den Bauhof immer nur wenige Tage Wirkung zeigten. „Durch das starke Befahren der Fläche wackeln die Platten, der Sand rieselt unter den Stein, und die Platte ragt als Stolperkante noch höher raus. Auch der Austausch einzelner Steine führte zu keiner langfristigeren Schadensbehebung“, heißt es aus dem Rathaus.

Gefahrenstelle für Fußgänger

Gefahr im Verzug, „irgendwann ist Schluss, die Fläche ist zu einer richtigen Gefahrenstelle für Fußgänger geworden“, fasst Anke Schreiber, Abteilungsleiterin Straße/Verkehr, zusammen. Schreiber hat den Bauhof zum Scheinerplatz beordert, großflächig wurde Asphalt eingebaut, um die Verkehrssicherungspflicht aufrechtzuerhalten. Intakte Steine wurden aufgenommen und in schadhaften Bereichen eingebaut. Noch sieht alles so aus wie in einer herkömmlich asphaltierten Straße. Das wird sich ändern. Aufhellender Splitt soll die Optik verbessern, in etwa so wie am Kornmarkt in der Oberstadt. Dadurch will die Stadt Siegen die Haltbarkeit nach Möglichkeit so lange ermöglichen, bis die Bindefrist für die alten Zuschüsse zur Stadtgestaltung abgelaufen ist.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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