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Priorisierung für Impfstoff aufgehoben
AstraZeneca für alle

Für den Impfstoff von AstraZeneca hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Priorisierung aufgehoben.
  • Für den Impfstoff von AstraZeneca hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Priorisierung aufgehoben.
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ap Siegen/Geisweid. Jeder, der will, kann sich ab sofort mit AstraZeneca impfen lassen – unabhängig von Alter, Berufsgruppe oder Vorerkrankung. Zudem soll das Intervall zwischen Erst- und Zeitimpfung – derzeit zwölf Wochen – bei diesem Vakzin flexibler gehandhabt werden können. Die Verfügbarkeit des Vakzins ist offenbar gut, während es bei anderen Impfstoffen wie dem von Biontech weiter Engpässe gibt. Denn gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Aus diesem Grund impfen viele Ärzte derzeit weitaus weniger Menschen, als sie eigentlich könnten.

„Wir haben die Kühlschränke voll“, erzählt Dr. Florian Becher.

ap Siegen/Geisweid. Jeder, der will, kann sich ab sofort mit AstraZeneca impfen lassen – unabhängig von Alter, Berufsgruppe oder Vorerkrankung. Zudem soll das Intervall zwischen Erst- und Zeitimpfung – derzeit zwölf Wochen – bei diesem Vakzin flexibler gehandhabt werden können. Die Verfügbarkeit des Vakzins ist offenbar gut, während es bei anderen Impfstoffen wie dem von Biontech weiter Engpässe gibt. Denn gegen das Präparat des britisch-schwedischen Pharmakonzerns gibt es teils erhebliche Vorbehalte. Aus diesem Grund impfen viele Ärzte derzeit weitaus weniger Menschen, als sie eigentlich könnten.

„Wir haben die Kühlschränke voll“, erzählt Dr. Florian Becher. Die bestellbare Menge sei bei AstraZeneca nicht limitiert, weshalb er und seine Geisweider Praxiskollegen letzte Woche 100 Dosen geordert hätten – diese von der Spitze in die Arme der (älteren) Patienten zu bekommen, erweise sich jedoch als deutlich schwieriger. „Durch die Priorisierung entsteht ein Aufstau“, erklärt Becher. Dabei gebe es viele Jüngere, die sich gerne mit dem AstraZeneca-Vakzin impfen lassen würden, so seine Erfahrung. „Wenn wir all die, die uns angeschrieben haben und nicht in die Priorisierung fallen, impfen dürften, dann kämen wir deutlich schneller voran“, berichtet der Hausarzt. „Denn davon gibt es en masse.“

Ansturm auf Praxen ergibt keinen Sinn

Aber nicht alle niedergelassenen Ärzte können jetzt direkt mit der Verimpfung von AstraZeneca loslegen. Denn eine (Nach-)Bestellung der Dosen für die kommende Woche ist seit Dienstag nicht mehr möglich. „Der spontane Sinneswandel von Herrn Spahn kommt etwas spät“, kritisiert Dr. Jens Nalop. Nennenswerte Vorräte hat der Siegener Allgemeinmediziner wegen der (bisher) niedrigen Nachfrage nämlich nicht – gleichwohl sich die Zurückhaltung seiner Patienten durch die Aussicht auf mehr Freiheiten jederzeit ändern könne.

Dass Impfwillige ab sofort die Praxen stürmen, mache aber wenig Sinn, betont Becher. „Es bringt nichts, wenn wir überlaufen werden“, so der Geisweider Hausarzt. Schließlich müsse man erst Konzepte ausarbeiten, um weiterhin einen geregelten Ablauf gewährleisten zu können.

Denn schon jetzt sei der Verwaltungsaufwand durch die vielen Anfragen enorm. „Das kostet Zeit und schränkt uns in unserer Handlungsfähigkeit ein“, erklärt Becher und rät: „Patienten sollten erst einmal abwarten. Die Praxen werden Termine einrichten und dann kommunizieren, wie es weitergeht.“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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