Attraktivität ist umstritten

Wochenmarkt in der Oberstadt:

Händler wollen in Unterstadt / Aktionen werden fortgesetzt

JaK Siegen. Die Stadt Siegen will die Attraktivierung des Wochenmarktes in der Oberstadt vorantreiben. Nachdem seit Anfang Juni 30 Aktionen auf dem Platz neben dem Rathaus stattgefunden haben, soll die Zufriedenheit von Kunden und Händlern durch neue Aktionen weiter verbessert werden. Letztere jedoch sind mit der Verwaltung beileibe nicht immer einer Meinung. Dies wurde anlässlich der gestrigen Pressekonferenz im Rathaus einmal mehr deutlich.

»Wir würden gerne in die Unterstadt umziehen«, formuliert Manfred Becker, der seit Jahrzehnten auf dem Wochenmarkt Schinken an den Mann und die Frau bringt, seinen größten Wunsch. Doch der wird ihm und seinen Kollegen nicht erfüllt. »Wir wollen ein Zeichen für die Oberstadt setzen«, begründet Rolf Sauerland, Fachbereichsleiter Bürgerbüro, Recht, Sicherheit und Ordnung, die Haltung, die bereits in der Vergangenheit kontrovers diskutiert worden war.

Eine Verbesserung der Situation, so Becker und Blumenhändler Peter Scholz, sei auch nach Einführung der Aktionen nicht feststellbar. Die Stadt hatte in den letzten Monaten zahlreichen Vereinen und Gruppierungen ein Forum auf dem Wochenmarkt eingeräumt. Zudem war ein »Plätzchen fürs Schwätzchen« eingerichtet worden. Weitere Neuerungen sollen folgen. Angedacht ist u.a. ein Marktfrühstück. Begleitet hat die Veränderungen Klaus Horchler, der über den Verein »Brücke« und die ARGE Siegen-Wittgenstein zu diesem Projekt gekommen war. Ob er dieses Amt über den Genehmigungszeitraum hinaus – das Ende ist derzeit für Februar angepeilt – ausüben darf, muss in den kommenden Tagen geklärt werden.

Horchler führte unter anderem eine Befragung zur Zufriedenheit der Händler durch. Zwar ist die Verwaltung froh darüber, dass die Händler nicht mehr so schwarz sehen wie noch 2002, doch 53 Prozent der Marktbeschicker benoten die Attraktivität auch heute noch mit ungenügend oder mangelhaft. Hoffnung schöpft Rolf Sauerland aus der bevorstehenden Eröffnung des KrönchenCenters vis-à-vis des Rathauses. Und das vor allem für den Mittwoch. Denn an diesem Tag gastieren nur noch 15 Händler in der Oberstadt. Samstags sind die Standplätze mit einer Zahl von 26 quasi ausgebucht.

Nach derzeitigen Schätzungen kommen vor allem durch die Volkshochschule künftig morgens rund 300 Menschen zum KrönchenCenter und sind damit potenzielle Kunden für das Marktangebot am Mittwoch. Wenn dieser Schub ausbleibt, könnte es mittelfristig aber eng werden, denn eines ist Rolf Sauerland durchaus bewusst: »Zwölf Stände sind die Untergrenze dessen, was noch Sinn macht.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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