Kinderuni Siegen startet mit Vorlesung von Prof. Dr. Karsten Kluth
Audimax der Universität Siegen in Kinderhand

Daumen hoch! Tyler (11) aus Liebenscheid ließ sich in der ersten Kinderuni-Vorlesung der 25. Staffel virtuell klonen. So konnte Prof. Dr. Karsten Kluth zeigen, welche Kräfte belastend auf einen menschlichen Körper einwirken und warum sich zum Beispiel mit Exoskeletten gesundheitliche Schäden vermeiden lassen.
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  • Daumen hoch! Tyler (11) aus Liebenscheid ließ sich in der ersten Kinderuni-Vorlesung der 25. Staffel virtuell klonen. So konnte Prof. Dr. Karsten Kluth zeigen, welche Kräfte belastend auf einen menschlichen Körper einwirken und warum sich zum Beispiel mit Exoskeletten gesundheitliche Schäden vermeiden lassen.
  • Foto: Jan Krumnow
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

ciu Weidenau. Zum allerersten Mal bei der Kinderuni Siegen dabei – das waren am späten Dienstagnachmittag nicht nur etliche der vielen Kinder (über 300 hatten sich angemeldet, knapp 50 blieben dann, Stichwort Covid 19, zu Hause), sondern auch Prof. Dr. Karsten Kluth. Es war eine sehr gelungene Premiere für den Professor für Arbeitswissenschaft, der auf dem Podium des Audimax mit einem ständigen Begleiter unterwegs war. Denn während der Vorlesung trug er durchweg ein Exoskelett, ein stützendes, manchmal auch klapperndes Gerüst für seinen Unterkörper und dazu eines, das es ihm möglich machte, sich zwischendurch einfach so und ohne Stuhl hinzusetzen. Diesen „Chairless Chair“ präsentierte er als eine Möglichkeit, wie „Schwere Arbeit leichter machen“ funktionieren kann.

"Müde Knochen" und starke Muskeln

Denn darum ging es in der ersten Vorlesung der 25. Kinderuni-Staffel, bei der Prof. Kluth („Karsten – für euch heute“) Stück für Stück darlegte, warum in bestimmten Fällen ein Exoskelett den menschlichen Körper hilfreich und gesundheitsfördernd stützen kann, auch um einer zu schnellen Erschöpfung vorzubeugen. Wichtig zu wissen: nicht die „müden Knochen“ (206 bis 212 an der Zahl) sind es, die auf die Dauer erlahmen, sondern vielmehr die Muskeln (656 an der Zahl), bewegt durch Signale aus dem Gehirn. Und eben die machte Karsten Kluth, auch mithilfe von Sensoren und „Assistentin“ Luisa hörbar (je mehr Kraft ins Spiel kommt, desto lauter wird der schrille Ton) und sichtbar (die Glühbirne leuchtet).
Während dieser Experimente und auch bei dem Test, mit welchem Schraubenzieher die eingesetzte Kraft am besten umgesetzt werden kann, wurde Tyler „verkabelt“. Das Ziel: die Bewegungsabläufe des Jungen aus Liebenscheid mit einem Computer-Programm aufzuzeichnen, um gewissermaßen einen virtuellen Bruder, einen Avatar, zu schaffen. Dazu musste der Elfjährige erst lange stillhalten, um dann ausgesprochen bewusst auf und ab zu gehen. Mit dem Ergebnis, dass wenig später tatsächlich auf der Leinwand abzulesen war, wie sehr Tylers Wirbelsäule beim falschen Heben einer Kiste belastet
wurde. Magisch? Nein: Wissenschaft!

Gemeinsames Projekt von Siegener Zeitung und Uni

Und die machte allen ganz viel Spaß, so dass die Eltern, die ihre freie Zeit in der Cafeteria des Studierendenwerks nutzen konnten, nach einer guten Stunde aufgeweckte, inspirierte Kinder in Empfang nehmen konnten. Wissbegierde wecken und die Freude am Weltentdecken – dass eben das das Ansinnen der von Universität Siegen und Siegener Zeitung gemeinsam verantworteten Kinderuni ist, unterstrichen zum Auftakt sowohl SZ-Chefredakteur Markus Vogt als auch der seitens der Hochschule verantwortliche Dr. Jens Jacobs (Connect.US).

Autor:

Claudia Irle-Utsch (Redakteurin) aus Siegen

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