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Grundschule auf dem Hubenfeld führt „Elternhaltestelle“ ein
Auf blauen Linien in Richtung Schule

Statt direkt an der Schule sollen die Schüler nun an der Elternhaltestelle am Friedhof in Niederschelden rausgelassen werden. Von dort aus führen eine blaue Linie und Fußstapfen in Richtung Schulhof.
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  • Statt direkt an der Schule sollen die Schüler nun an der Elternhaltestelle am Friedhof in Niederschelden rausgelassen werden. Von dort aus führen eine blaue Linie und Fußstapfen in Richtung Schulhof.
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  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

juka Siegen. Dienstagmorgen, 7.20 Uhr. Während sich der Nebel langsam über das Gelände der Grundschule auf dem Hubenfeld legt, fahren auch schon die ersten Eltern vor. Allerdings nicht mehr auf dem kleinen Parkplatz unmittelbar neben dem Schulgebäude, sondern auf dem Vorplatz des nahegelegenen Friedhofes. Dort hat die Schule mit der Stadt Siegen am Dienstag eine sogenannte „Elternhaltestelle“ eingeführt. Erkennbar gemacht ist diese mit einer blauen Linie auf dem Boden sowie einem Haltestellenschild, das die Hol- und Bringzone ausweist. „Ich sehe schon ein paar Eltern, die sonst vorne parken“, strahlt Rektorin Katrin Stachelscheid. „Das freut mich total.

juka Siegen. Dienstagmorgen, 7.20 Uhr. Während sich der Nebel langsam über das Gelände der Grundschule auf dem Hubenfeld legt, fahren auch schon die ersten Eltern vor. Allerdings nicht mehr auf dem kleinen Parkplatz unmittelbar neben dem Schulgebäude, sondern auf dem Vorplatz des nahegelegenen Friedhofes. Dort hat die Schule mit der Stadt Siegen am Dienstag eine sogenannte „Elternhaltestelle“ eingeführt. Erkennbar gemacht ist diese mit einer blauen Linie auf dem Boden sowie einem Haltestellenschild, das die Hol- und Bringzone ausweist. „Ich sehe schon ein paar Eltern, die sonst vorne parken“, strahlt Rektorin Katrin Stachelscheid. „Das freut mich total.“

Hochfrequentierter Parkplatz birgt Risiken

Die Einrichtung der blauen Zone ist insbesondere aus Sicherheitsgründen erfolgt, denn der bislang hochfrequentierte kleine Parkplatz birgt Risiken. „Das hohe Aufkommen bringt gefährliche Rangiermanöver mit sich, zudem gibt es keinen abgetrennten Bürgersteig“, zählt die Rektorin mögliche Gefahren auf. Auch den Eltern sei es ein Anliegen gewesen, die Anreise ihrer Kinder sicherer zu gestalten, daher habe man sich schon länger um Lösungen bemüht und sei schließlich auf die Stadt zugegangen, um die Haltestelle zu schaffen. „Mit der Hol- und Bringzone haben Eltern nun eine Möglichkeit, ihre Kinder an einer sicheren Stelle aus dem Auto aussteigen zu lassen“, erklärt Larena Kühnel von der Straßen- und Verkehrsabteilung der Stadt.

Es steht und fällt
mit der Akzeptanz der Eltern.
Wenn es abgelehnt wird,
wäre es wirklich sehr schade.
Katrin Stachelscheid
Rektorin der Hubenfeldschule

Testphase bis Ende des Jahres

In einer Testphase bis zum Ende des Jahres sollen nun Erfahrungen gesammelt werden, ehe eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen wird. „Es steht und fällt mit der Akzeptanz der Eltern. Es kann sein, dass die Haltestelle fest installiert wird, es kann aber auch abgelehnt werden, was wirklich sehr schade wäre“, betont Stachelscheid. Am Dienstag hatte die Schule das Konzept erstmals getestet, auch die Schüler packten tatkräftig mit an. Die Klassen 2 bis 4 halfen bei der Markierung der blauen Zone, schmückten den Fußweg vom Friedhofsparkplatz bis zum Schulhof mit blauen Fußabdrücken und bunten Luftballons. An diesem Donnerstag ging es gegen 7.45 Uhr dann erstmal gemeinsam den kurzen Weg in Richtung Schulgebäude. Kurz erklärt Stachelscheid das Prozedere, dann setzt sich der Tross in Zweiergruppen auch schon in Bewegung. „Die Wichtigkeit des Schulwegs ist auch nicht zu unterschätzen. Es ist gut, wenn sich die Schüler morgens ein wenig sportlich betätigen“, untermauert auch Konrektorin Andrea Eiteneuer. Ab Freitag dürfen die Schüler auch alleine von der Haltestelle loslaufen.

„Dieser Weg ist ein sicherer Schulweg“

Die Hubenfeldschule ist allerdings nicht die einzige Einrichtung, die es mit den blauen Zonen probiert. Erstmals stattete die Stadt Siegen im Oktober 2019 vier Schulen mit den Haltestellen aus, darunter auch die Grundschule Birlenbach, wo die Zweitklässler nun mit Schablonen und wasserfester blauer Farbe auch noch ihren sicheren Schulweg selbst markierten. „Mit den Fußabdrücken, die wir auf dem Weg von der blauen Linie bis zu unserer Schule auf dem Gehweg aufbringen, setzen wir ein optisches Zeichen für unsere Schulkinder: Dieser Weg ist ein sicherer Schulweg“, erklärt Schulleiterin Monika Becker die von der Straßen- und Verkehrsabteilung der Stadt organisierte und begleitete Malaktion. „Indem wir die Kinder an dieser Aktion beteiligen, werden die Fußabdrücke zu ‚ihren‘, sodass sie sich noch mehr mit dem Projekt identifizieren.“

Erfahrungen mit Haltezonen durchwachsen

Die Erfahrungen, die die Stadt mit den Haltezonen bislang gemacht hat, sind allerdings durchwachsen. „An einigen Schulen funktionieren die Elternhaltestellen gut, an anderen Schulen werden sie weniger gut angenommen“, heißt es von der Stadtverwaltung. „Letzteres betrifft insbesondere Schulen, an denen die Hol- und Bringzonen nicht in unmittelbarer Nähe zur Schule liegen.“ Die städtische Straßen- und Verkehrsabteilung hofft jedoch, dass sich beispielsweise durch Öffentlichkeitsarbeit und positive Beispiele von Eltern, die die Zonen bereits nutzen, künftig noch mehr Eltern von der Idee überzeugen lassen. Damit der Schulweg ihrer Kinder noch ein bisschen sicherer wird.

Früher losfahren
Statt direkt an der Schule sollen die Schüler nun an der Elternhaltestelle am Friedhof in Niederschelden rausgelassen werden. Von dort aus führen eine blaue Linie und Fußstapfen in Richtung Schulhof.
Rektorin Katrin Stachelscheid (l.) und Konrektorin Andrea Eiteneuer freuen sich über die neue Hol- und Bringzone und hoffen auf gute Resonanz von den Eltern.
Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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