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Entspanntes Einkaufen vor Ostern
Auf der Jagd nach dem frischen Fisch

An der Kasse in den Geschäften geht es gesittet zu. Die Menschen haben sich an die Corona-Regeln gewöhnt.
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  • An der Kasse in den Geschäften geht es gesittet zu. Die Menschen haben sich an die Corona-Regeln gewöhnt.
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sabe/nja Siegen/Kreuztal. 11:30 Uhr, kurz vor Ostern, bestes Wetter und mitten in der Pandemie: Kein Wunder, dass die Abbiegung zum Dornseifer Frischemarkt an der Siegener Leimbachstraße verstopft ist. Es staut sich über die halbe St.-Johann-Straße.

Bei den Menschen, die den Dornseifer-Parkplatz auf dem Weg zu ihrem Auto passieren, stehen Narzissen neben Erdbeeren und (mindestens!) einer Packung bunter Ostereier im Einkaufswagen. Große Mengen Lebensmittel wechseln den Besitzer.

Marktleiter Thorsten Großheim und sein Team sind vorbereitet. Die Mitarbeiter füllen emsig die Regale auf, die Kassenscanner piepsen turnusmäßig, vor der Fleisch- und Fischtheke muss man für die ausgelegten Leckerbissen ein wenig Zeit mitbringen – jeder Kunde plus ein Einkaufswagen, das gibt schon mal Stau.

sabe/nja Siegen/Kreuztal. 11:30 Uhr, kurz vor Ostern, bestes Wetter und mitten in der Pandemie: Kein Wunder, dass die Abbiegung zum Dornseifer Frischemarkt an der Siegener Leimbachstraße verstopft ist. Es staut sich über die halbe St.-Johann-Straße.

Bei den Menschen, die den Dornseifer-Parkplatz auf dem Weg zu ihrem Auto passieren, stehen Narzissen neben Erdbeeren und (mindestens!) einer Packung bunter Ostereier im Einkaufswagen. Große Mengen Lebensmittel wechseln den Besitzer.

Marktleiter Thorsten Großheim und sein Team sind vorbereitet. Die Mitarbeiter füllen emsig die Regale auf, die Kassenscanner piepsen turnusmäßig, vor der Fleisch- und Fischtheke muss man für die ausgelegten Leckerbissen ein wenig Zeit mitbringen – jeder Kunde plus ein Einkaufswagen, das gibt schon mal Stau. Die Kunden nehmen es gelassen, die meisten haben Zeit mitgebracht und stehen für den frischen Fang sauber in Reih und Glied.

Corona-Regeln funktionieren

Zu voll, zu eng, rempelnde Maskenraudis? Fehlanzeige. Die Corona-Regeln scheinen fast naturgewachsen zu funktionieren, wenn es darum geht, den Einkaufskorb für die Feiertage zu füllen.

Thorsten Großheim: „Man muss schon sagen, dass die meisten Kunden sich sehr besonnen verhalten.“

Dass sich der Laden, je näher der Mittag, weiter mit Menschen zu füllen beginnt, kann Großheim nicht aus der Ruhe bringen. „Es ist ja nicht das erste Mal Ostern.“ So sei – „wie immer vor Karfreitag“ – natürlich Fisch sehr gefragt und man habe – „wie immer vor den Feiertagen“ – auch eine hohe Kundenfrequenz. Trotzdem gibt es Pandemie-Phänomene in diesem Jahr – das minutiös klingelnde Telefon des Marktleiters spricht für sich: „alles Kunden, die etwas vorbestellen wollen“, sagt er. Viele fragten auch nach Besonderheiten. Das extra zarte Rumpsteak für den Grill, eine bestimmte Fischvariation, Meeresfrüchte. „Die Menschen gönnen sich mehr, wollen Qualität“, sagt er, „weil man sich ja sonst gerade nicht viel gönnen kann.“ Das gute Grillwetter täte sein übriges.

Auch von den klassischen Oster-Produkten ist noch genügend vorhanden.
  • Auch von den klassischen Oster-Produkten ist noch genügend vorhanden.
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Auch die vielen Vorbestellungen, sagt Großheim, seien ein Ergebnis der Pandemie. Der Wunsch, sich so wenig in Menschenmengen zu bewegen, wie eben möglich. Das, so glaubt er, habe auch dafür gesorgt, dass man schon seit Wochenanfang eine beständig starke Kundenzahl verbuchen könne. „Der Durchlauf wird mehr genutzt.“

Kunden wollen konsumieren

Gleiches beobachtet auch Michael Hartmann, erste Kraft im Aldi Nord an der Sandstraße. Auch hier ist der Parkplatz gut gefüllt, die Menschen mit Maske kommen mit gut beladenen Einkaufswagen aus der Filiale. „Wir beobachten schon seit letzter Woche, dass es voll ist“, sagt er. „Sehr voll sogar. Und es lässt nicht ab.“ Es gingen viele Weine über die Kasse, viel Fisch. Die Menschen kauften „von billig bis teuer alles.“ Man merke, dass die Kunden ausgehungert seien, konsumieren wollten.

Vor dem Aldi-Parkplatz ist noch genügend Platz für andere Autos.
  • Vor dem Aldi-Parkplatz ist noch genügend Platz für andere Autos.
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Auch auf dem nahegelegenen Lidl-Parkplatz ist viel los, zeitweise bleiben nur drei einsame Einkaufswagen unter dem kleinen Überdach geparkt. Auch hier sortieren Mitarbeiter fleißig die Regale und die Kunden greifen beherzt zu. Es ist viel los, fast wie an einem ganz normalen Kampftag vor Karfreitag. Aber nur fast. An der Kasse gibt es Masken, die Schlangen haben 1,5 Meter Abstandslücken. Niemand will dem anderen zu dicht auf die Pelle rücken.

An Maskenpflicht gewöhnt

Ortswechsel. Donnerstag ist auch ohne das bevorstehende Osterfest ein besonderer Einkaufstag in Kreuztal, an dem die Parkplätze in der City immer wieder mal knapp werden: Der Wochenmarkt ist eine feste Größe für viele Menschen – gilt er doch als der größte der Region. Pandemiebedingt ist die Anzahl der Stände schon länger reduziert – auf jene, die Lebensmittel oder Güter des täglichen Bedarfs, also z. B. Blumen, anbieten. Am Donnerstag waren es 22 an der Zahl. So gibt es mehr Platz, damit der gebotene Abstand problemlos gehalten werden kann. An die Maskenpflicht haben sich die meisten Bürger derweil gewöhnt.

Die Atmosphäre war entspannt. Überschaubare Schlangen bildeten sich bei der SZ-Visite gegen 11.30 Uhr an den Ständen für Blumen – und natürlich Fisch. Für das traditionelle Karfreitagsmahl oder einen blühenden Gruß für die Oma steht man aber doch gerne mal an.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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