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Unfallatlas NRW veröffentlicht
Auf diesen Straßen kracht es immer wieder

Blechschäden und schlimmere Unfälle weist die Statistik auch für Siegen-Wittgenstein aus: Überdurchschnittlich oft Einsatzort für alarmierte Rettungskräfte ist etwa die B 480 zwischen Bad Berleburg und Albrechtsplatz. Archivfoto: Timo Karl
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  • Blechschäden und schlimmere Unfälle weist die Statistik auch für Siegen-Wittgenstein aus: Überdurchschnittlich oft Einsatzort für alarmierte Rettungskräfte ist etwa die B 480 zwischen Bad Berleburg und Albrechtsplatz. Archivfoto: Timo Karl
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js Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Die Städte Olpe und Drolshagen haben es im Jahr 2019 auf „Spitzenplätze“ einer unschönen Statistik geschafft. Gemessen an ihrer jeweiligen Einwohnerzahl landeten sie NRW-weit an dritter und vierter Stelle, was die relative Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr angeht. Mit 6,8 (Olpe) bzw. 6,7 (Drolshagen) Unfällen je 1000 Einwohner drückten sie auch die kreisweite Statistik (4,9) über die Durchschnittswerte des Landes (4,3) und der Bezirksregierung Arnsberg (3,9). Das geht aus dem Unfallatlas hervor, den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder jetzt vorlegten.

955 Unfälle in Siegen-Wittgenstein
Insgesamt lag die Zahl der Unfälle im Kreis Olpe bei 656. In 473 Fällen gab es Personenschaden – und zwar mit 669 betroffenen Menschen.

js Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Die Städte Olpe und Drolshagen haben es im Jahr 2019 auf „Spitzenplätze“ einer unschönen Statistik geschafft. Gemessen an ihrer jeweiligen Einwohnerzahl landeten sie NRW-weit an dritter und vierter Stelle, was die relative Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr angeht. Mit 6,8 (Olpe) bzw. 6,7 (Drolshagen) Unfällen je 1000 Einwohner drückten sie auch die kreisweite Statistik (4,9) über die Durchschnittswerte des Landes (4,3) und der Bezirksregierung Arnsberg (3,9). Das geht aus dem Unfallatlas hervor, den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder jetzt vorlegten.

955 Unfälle in Siegen-Wittgenstein

Insgesamt lag die Zahl der Unfälle im Kreis Olpe bei 656. In 473 Fällen gab es Personenschaden – und zwar mit 669 betroffenen Menschen. Acht Verkehrstote gab es 2019 zu beklagen, zudem 147 Schwerverletzte. Statistisch gesehen steht der Kreis Siegen-Wittgenstein im landesweiten Vergleich besser da als sein nördlicher Nachbar. 955 Unfälle wurden hier gemeldet, das waren 3,4 pro 1000 Einwohner. Bei 738 Unfällen kamen Personen zu Schaden, insgesamt lag deren Zahl bei 937. Acht von ihnen verstarben, 190 trugen schwere Verletzungen davon.

Autobahnen ziehen Statistik runter

Die Kreispolizeibehörden in Siegen und Olpe selbst führen eigene Statistiken. Ihre Zahlen stimmen nicht genau mit denen der Landeserhebung überein – schließlich gibt es in beiden Kreisen Autobahnen. Die Unfälle, die sich auf OE- bzw. SI-Terrain auf A 4 und A 45 ereignen, werden zuständigkeitshalber von der Autobahnpolizei dokumentiert; sie werden aber nicht in den jeweiligen Kreisbehörden erfasst.

Unfallschwerpunkte

Strecken und Stellen, an denen sich Unfälle häufen, haben die beiden Kreispolizeibehörden auf Anfrage der SZ zusammengestellt – hier die Listen für das Unfalljahr 2019:

• Oechelhausen: B 62, oberhalb der Applauskurve;

• Grund: B 508 zwischen Zollposten und Kronprinzeneiche;

• Bad Berleburg: B 480 in Richtung Albrechtsplatz;

• Dreis-Tiefenbach: L 728 (Dreisbachstraße), Ortsausgang in Richtung Eckmannshausen;

• Weidenau: Einmündungsbereich Breite Straße/Bahnhof Weidenau;

• Siegen: HTS-Abfahrt City;

• Geisweid: L 564 (Birlenbacher Straße), Kreuzung Breitscheidstraße;

• Wilnsdorf: L 722: Autobahnanschlussstelle;

• Siegen: Kleins Ecke (Koblenzer Straße/Kirchweg(Leimbachstraße).

• Attendorn: Kreuzung Am Wassertor/Am Zollstock;

• Finnentrop: K 23 (Fehrenbrachter Straße);

• Finnentrop: B 236 (Westfalenstraße);

• Wenden/Gerlingen: L 512 (Koblenzer Straße);

• Drolshagen: K 36 (Heerstraße), Einmündung Schlenke;

• Attendorn: L 697 (Heldener Straße);

• Wenden/Gerlingen: L 512 (Koblenzer Straße), Anschlussstelle Wenden;

• Finnentrop: L 687 (Lenscheider Straße);

• Finnentrop: Einmündung L 539 (Attendorner Straße)/K 7 (Heggener Straße);

• Attendorn: Kreuzung L 539 (Kölner Straße)/L 697 (Heldener Straße);

• Drolshagen: Einmündung B 55 (Kölner Straße)/L 708.

Die Olper Kreispolizeibehörde hat ihre Unfallschwerpunktstrecken nach folgenden Kriterien bewertet: In der Jahresbetrachtung mussten auf Landstraßen drei Unfälle gleichen Grundtyps (z. B. Ursache Geschwindigkeit) registriert sein. Bei Unfällen mit Getöteten und Schwerstverletzten müssen ebenfalls drei Unfälle dokumentiert sein – jedoch muss hier nicht unbedingt der gleiche Grundtyp vorliegen. Für Unfälle mit Leichtverletzten müssen in einer Dreijahresbetrachtung mindestens fünf Unfälle ungleichen Grundtyps festgestellt worden sein.

Am häufigsten kracht es in Köln

Zurück zur überregionalen Auswertung: Die NRW-weit höchste Unfallzahl gab es 2019 mit 6090 Unfällen in der größten Stadt des Landes NRW, nämlich in Köln. Bezogen auf die Bevölkerung ereigneten sich die meisten Unfälle mit 7,0 Unfällen je 1000 Einwohner in Borgholzhausen (Kreis Gütersloh, an der A 33 gelegen). Die niedrigste Unfallhäufigkeit gab es in Schlangen und Leopoldshöhe (beide im Kreis Lippe, beide ohne Autobahn in der Kommune; jeweils 1,8 Unfälle je 1000 Einwohner). Insgesamt gingen in NRW 77.557 Unfälle in die Statistik ein. Bei 61.471 gab es Personenschaden. 456 der 78.268 Betroffenen kamen ums Leben, 13.532 wurden schwer verletzt.

Die interaktive Karte des Unfallatlas findet sich online unter der Adresse https://unfallatlas.statistikportal.de/

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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