Beim nächsten Nahverkehrsplan soll vieles besser werden
Auf direktem Weg nach Düsseldorf

Wer aus Siegen mit dem Zug in die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf reisen möchte, muss derzeit mindestens einen Umstieg in Kauf nehmen. Das soll sich aber ändern. Zumindest ist das der Wunsch des Kreises Siegen-Wittgenstein.
  • Wer aus Siegen mit dem Zug in die NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf reisen möchte, muss derzeit mindestens einen Umstieg in Kauf nehmen. Das soll sich aber ändern. Zumindest ist das der Wunsch des Kreises Siegen-Wittgenstein.
  • Foto: René Traut
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

juka Siegen/Olpe. Die Kreishäuser Siegen-Wittgenstein und Olpe haben mit Blick auf die Erarbeitung des nächsten Nahverkehrsplans einen Entwurf für die neuen Leitlinien vorgelegt. Dieser sieht im Kern vor, Verkehre auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) umzulenken und ihn zugleich zu verbessern. „Wenn man eine Verkehrswende will, muss man in die Angebotsverbesserung investieren“, betont Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS).

Schnelle Verbindungen in Ballungsräume

Der Entwurf beinhaltet dabei auch, endlich eine Direktverbindung in die Landeshauptstadt Düsseldorf zu etablieren. „Siegen ist das einzige Oberzentrum, das nicht über eine solche Anbindung verfügt“, so Padt. Momentan müssen Bahnkunden noch in Köln umsteigen, die Fahrtzeit beträgt mindestens knapp zwei Stunden. In welchem Zeitraum eine solche Verbindung entstehen könnte, lässt sich laut Padt noch nicht sagen. „Das hängt von vielen Faktoren ab. Es geht darum, unsere Forderungen klarzumachen“, erklärt der Geschäftsführer. Darüber hinaus werden auch in die Ballungsräume Köln, Rhein-Main und Dortmund schnelle und direkte Verbindungen mindestens im Stundentakt gefordert.

Auf den Hauptachsen alle 15 Minuten

Aber auch bei den Busverbindungen im Kreisgebiet soll sich etwas tun. Werktags sollen alle Linien zwischen 4 und 20 Uhr im Stundentakt verkehren, auf den Hauptachsen zwischen Siegen, Kreuztal, Netphen und Freudenberg soll es von 6 bis 20 Uhr sogar alle 15 Minuten, zwischen 20 und 1 Uhr alle 30 Minuten ein Angebot geben. An Sonn- und Feiertagen wird angepeilt, von 6 Uhr bis Mitternacht ein Grundangebot im Zwei-Stunden- und auf den Hauptlinien im 30-Minuten-Takt vorzuhalten. Neben den reinen Fahrplanangeboten sollen auch Vorgaben für weitere Qualitätsziele gemacht werden. Dazu zählen die Kreise Sauberkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sozialstandards. Darüber hinaus sollen in Siegen-Wittgenstein und Olpe jeweils eine Mobilitätszentrale errichtet und die wichtigsten Haltestellen und Verknüpfungspunkten in den nächsten Jahren schrittweise mit Fahrgastinformationsanlagen ausgestattet werden, die Echtzeitinformationen liefern.

„Zusammenspiel der Mobilitätsangebote“

Auch zur Infrastrukturentwicklung, zur Finanzierung sowie zur Organisation gebe es konkrete Überlegungen und Vorschläge in dem Entwurf. „Unser Ziel ist es, die Mobilität der Bevölkerung und die Attraktivität der Wirtschaftsstandorte in beiden Kreisen zu sichern“, erklärt Landrat Anders Müller. Bei den künftigen Planungen solle nicht mehr das einzelne Verkehrsmittel im Fokus stehen, „sondern das intelligente Zusammenspiel aller Mobilitätsangebote“, so Müller. Am 10. März wird die Siegen-Wittgensteiner Kreispolitik erstmals über den Entwurf beraten, danach sind zwei Workshops vorgesehen. Einer mit Vertretern der Kreistagsfraktionen, einer mit Vertretern der elf Städte und Gemeinden.
Das Nahziel sei es, im ersten Schritt einen politischen Konsens zu erreichen. „Aus heutiger Sicht könnte der Kreistag im dritten Quartal endgültig darüber abstimmen“, heißt es aus dem Kreishaus.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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