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Wegwerfprodukte ab Juli verboten
Auf in die plastikfreie Imbiss-Zukunft

Eleonora Stadel und Gizem Paker vom Picknicker in Siegen benutzen schon seit längerer Zeit Strohhalme und Löffel aus Maisstärke.
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  • Eleonora Stadel und Gizem Paker vom Picknicker in Siegen benutzen schon seit längerer Zeit Strohhalme und Löffel aus Maisstärke.
  • Foto: Sarah Groos
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

gro Siegen. Künftig müssen die Grillpartys mit Freunden und Familie ohne Plastikgeschirr stattfinden. Auch die kalte Cola „to go“ erfrischt zukünftig nur noch ohne Plastikstrohhalm, und das Eis vom Lieblings-Italiener muss mit einem Holzlöffel oder in der Waffel gegessen werden. Denn am 3. Juli treten in Deutschland zwei Verordnungen in Kraft, die künftig für weniger Plastikmüll in der Umwelt sorgen sollen.

Zum einen wird das EU-weite Verbot für viele Einwegplastikprodukte wirksam. Zum anderen müssen einige weitere Produkte, die derzeit nicht verboten werden können, mit speziellen Hinweisen gekennzeichnet werden, die vor Umweltschäden durch Kunststoffe warnen. Die SZ hat sich in den Siegener Läden umgeschaut, ob hier und da immer noch Einwegplastikprodukte zu finden sind.

gro Siegen. Künftig müssen die Grillpartys mit Freunden und Familie ohne Plastikgeschirr stattfinden. Auch die kalte Cola „to go“ erfrischt zukünftig nur noch ohne Plastikstrohhalm, und das Eis vom Lieblings-Italiener muss mit einem Holzlöffel oder in der Waffel gegessen werden. Denn am 3. Juli treten in Deutschland zwei Verordnungen in Kraft, die künftig für weniger Plastikmüll in der Umwelt sorgen sollen.

Zum einen wird das EU-weite Verbot für viele Einwegplastikprodukte wirksam. Zum anderen müssen einige weitere Produkte, die derzeit nicht verboten werden können, mit speziellen Hinweisen gekennzeichnet werden, die vor Umweltschäden durch Kunststoffe warnen. Die SZ hat sich in den Siegener Läden umgeschaut, ob hier und da immer noch Einwegplastikprodukte zu finden sind.

Auffällig ist, dass fast alle Imbisse und Gastronomen noch Einwegplastikprodukte an ihre Kunden ausgeben. Oft sind zwar einzelne Produkte ersetzt worden, dennoch geht es in vielen Läden in der Region noch nicht ohne Plastik. Einige Mitarbeiter der Imbisse wussten zudem gar nichts von dem baldigen Plastikverbot.

Es gibt Vorbilder

Aber es geht auch anders. Der Schnell-imbiss „Big Potato“ am Kölner Tor beispielsweise hat in vielen Bereichen schon eine passende Alternative gefunden. „Wir haben schon frühzeitig nach Alternativen gesucht. Dennoch brauchen wir unseren Vorrat an Plastikeinwegprodukten zunächst noch auf“, betont Mario Müller von „Big Potato“. Denn die Gastronomiebetriebe dürfen ihre Restbestände für eine noch nicht festgelegte Übergangszeit vorerst weiter ausgeben.

"Die plastikfreien Produkte sind um einiges teurer, sodass die Preise in der gesamten Gastronomie sicherlich steigen werden."
Mario Müller
Big Potato

Für Pommes und Currywurst gebe es im Imbiss am Kölner Tor bereits neue Papierschalen, auch die Gabeln seien zukünftig aus Holz. „Die plastikfreien Produkte sind allerdings um einiges teurer, sodass ich davon ausgehe, dass die Preise in der gesamten Gastronomie ebenfalls steigen werden“, so Müller. Dennoch werde man versuchen, die Preise so lange wie möglich zu halten. „Bis jetzt gibt es noch keine Beschwerden. Dennoch glaube ich, dass es am Ende auf den Kunden umgelegt werden muss“, sagt er gegenüber der SZ und betont weiter: „Ich bezweifle auch, dass die neuen Produkte wirklich ökologischer sind.“

Dies sieht auch die Verbraucherzentrale in NRW ähnlich – denn es werde nicht für jede Anwendung eine ökologisch bessere und zugleich bequeme Alternative geben. Plastik einfach durch Papier zu ersetzen, erhöhe beispielsweise wiederum den Druck auf die Wälder. Dennoch sei der Verzicht auf Einwegplastik ein guter Anfang. Am besten sollten Gastronomiebetriebe und Verbraucher Mehrwegprodukte benutzen. Gänzlich vermeiden könne man Plastik und Verpackungen im Alltag dennoch nicht.

Autor:

Sarah Groos

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