Zug soll endlich Fahrt aufnehmen
Ausbau der Siegstrecke im Schneckentempo

Die Siegstrecke, hier bei Wallmenroth, ist nicht durchgängig zweigleisig. Alle wissen das, keiner tut etwas– bzw. die Planungen zur Ertüchtigung laufen nicht an.
  • Die Siegstrecke, hier bei Wallmenroth, ist nicht durchgängig zweigleisig. Alle wissen das, keiner tut etwas– bzw. die Planungen zur Ertüchtigung laufen nicht an.
  • Foto: Daniel Montanus
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

ch/sz Siegen/Köln. Das nennt man Schneckentempo: Seit Jahren ist der durchgängig zweigleisige Ausbau der Siegstrecke zwischen Siegen und Köln ein Thema; sogar in den sogenannten vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans hat es die Verbindung der beiden Wirtschaftsräume 2017 geschafft, das Fitmachen der Strecke für mehr und schnellere Bahnverkehre könnte also geplant werden – sogar das Geld dafür ist da, aber es tut sich nichts.

„Wir sehen in Sachen Planung zum Ausbau und zur Ertüchtigung der Siegstrecke als wichtiges regionales und überregionales Verkehrsprojekt einen Stillstand an der Bahnsteigkante. Hier muss der Zug nun endlich Fahrt aufnehmen und dazu müssen die Weichen und Signale auf freie Fahrt gestellt werden“, so Ingo Degenhardt, Geschäftsführer des südwestfälischen DGB. Daher hat er im Wahljahr 2021 gemeinsam mit den DGB-Regionen Köln-Bonn, Koblenz und Mittelhessen einen Brief als Hilferuf ans Bundesverkehrsministerium, an den NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und an die Deutsche Bahn verfasst. Um endlich die Situation des Personennahverkehrs und des Schienengüterverkehrs für das Dreiländereck NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen zu verbessern. Das Quartett will die Zugbremsen loseisen.

Eingleisige Abschnitte als Bremsklotz

Noch immer gibt es die eingleisigen Streckenabschnitte, so zwischen den Bahnhöfen Blankenberg und Merten sowie den Bahnhöfen Schladern und Rosbach. Diese Abschnitte verhindern nicht nur, mehr Waggons auf die Siegstrecke zu verlagern, sondern wirken sich regelmäßig im Falle von Betriebsstörungen auf den kompletten Bahnverkehr aus. Verspätungen bringen den integralen Taktfahrplan durcheinander, ärgern „zu Recht nicht nur den Bahnreisenden“ sondern schaden den heimischen Unternehmen.

So schütteln die Funktionäre des Deutschen Gewerkschaftsbundes den Kopf, dass zwar der Ausbau geplant werden könnte und die Planungsleistungen mit Geld hinterlegt sind, aber die Aufträge hierfür immer noch nicht erteilt worden sind: „Sie müssen zwingend schnell in Auftrag gegeben werden, damit dann in einem absehbaren Zeitfenster die Siegstrecke ihrer Funktion als wichtige Verkehrsverbindung gerecht werden kann“, so Ingo Degenhardt.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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