Ausländische Studenten sind keine »Problemfälle« der Uni

Bisher keine offene Gewalt auf dem Siegener »Bildungshügel«

Siegen. Wer als Ausländer an der Gesamthochschule Siegen studiert, kann sich glücklich schätzen: Erstens konnte der Bewerber ohne Deutschkenntnisse einen der begehrten 90 Plätze im Deutschgrundkurs ergattern. Zweitens werden hier allen Studierenden aus dem Ausland umfassende Starthilfen zur Verfügung gestellt.

Studenten, die im Rahmen eines Austauschprogrammes kommen, lernen bereits vor der Ankunft ihren Tutor kennen, der sie am Bahnhof in Empfang nimmt und sie bei ihren ersten Schritten begleitet. Die Tutoren stehen den »Frischlingen« auch bei der Organisation des Studiums, bei Behördengängen und Freizeitgestaltung zur Seite. Auch wenn ausländische Studenten nicht im Rahmen eines Austausches nach Siegen kommen, werden sie umfassend betreut. Das Akademische Auslandsamt (AAA) steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Einrichtung hilft bei den ersten Schritten auf dem Campus, stellt Kontakte zu Vereinen oder Verbänden außerhalb der Uni her und hilft bei Problemen mit Ämtern und Behörden. Selbst bei der Verteilung der Wohnheimplätze wird auf eine gleichmäßige Verteilung geachtet, um einer Ghettobildung vorzubeugen. Innerhalb der Wohnheime werden 21 Prozent der Plätze von Ausländern belegt. Nach Aussage des Studentenwerkes funktioniert gerade hier das Zusammenleben besonders gut. Dort sind noch nie ausländerfeindliche Parolen oder Schmierereien aufgetaucht. Das gemeinsame Wohnen und Leben, gemeinsame Küchen und Wohnräume scheinen die gegenseitige Achtung und Toleranz in hohem Maße zu fördern. Oft bilden sich durch dieses Zusammenleben Freundschaften, die im und über das Studium hinaus bestehen.

Bei Veranstaltungen und Treffen des AAA wird das Thema Ausländerfeindlichkeit nicht ausgeklammert. Die Studierenden diskutieren über Texte und aktuelle Vorkommnisse, nach Aussagen des stellv. Leiters des AAA, Ulrich Eberhardt, haben sie in Siegen jedoch keine Angst. Studienortwechsler, gerade von den ostdeutschen Hochschulen, fühlen sich nach seiner Aussage in Siegen wesentlich sicherer.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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