Ausstand ohne Auswirkung?

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ch - Ein Ärgernis für Wochenendpendler und Bahnreisende, ein Muss für die Lokführer: Deren Gewerkschaft GDL streikte heute Morgen wieder. Betroffen waren der Fern- und der Nahverkehr. Angeblich flächendeckend, bundesweit. Doch von dem Ausstand, der seit 8.30 Uhr lief, war z. B. im Siegener Hauptbahnhof wenig zu spüren. "Zwei Züge sind bislang nicht ausgefahren", so Stefan Klingenberg, Sprecher der GDL-Ortsgruppe Siegen-Betzdorf. Immerhin aus Sicht der Streikenden: Es gab Einschränkungen in Richtung Köln - die Züge, die von Siegen nach Aachen (über Köln) pendeln, fuhren unmittelbar nach Streikbeginn in Betzdorf ein, die RE9 blieb dann dort einfach stehen.

Die übrigen Züge seien wohl mit beamteten Lokführer, die nicht streiken dürfen, besetzt gewesen. Der Berufsverkehr am frühen Morgen wurde nicht beeinträchtigt. Bis 11.30 Uhr hatten auch die 160 Mitglieder der hiesigen Gewerkschafts-Ortsgruppe noch die Arbeit niedergelegt. Die DB-Tafeln und die Online-Reise-Informationsdienste (reiseauskunft.bahn.de) vermeldeten deshalb nordrhein-westfalenweite Verspätungen und Zugausfälle. In den Bahnhöfen Hagen, Köln und Gießen sehe die Sache streikbedingt schon ganz anders aus, erklärte ein kämpferisch-selbstbewusster Klingenberg.

Am Wochenende keine weiteren Warnstreiks

Denn es geht um etwas, immerhin wurden an diesem Freitag nicht nur die Deutsche Bahn, sondern auch ihre sechs größten Wettbewerber bestreikt. Mit der dritten Warnstreikwelle - die SZ berichtete - kämpfte die GDL u.a. für einheitliche Tarifregeln für alle 26000 Lokführer. Aktuell läuft die Urabstimmung über unbefristete Streiks. Klingenberg: "Montag wissen wir mehr, dann ist die Urabstimmung ausgezählt!" Über das Wochenende soll es keine weiteren Warnstreiks geben.

GDL Siegen-Betzdorf wehrt sich

Wie es dann weitergeht, ist laut Klingenberg noch völlig offen. Für ihn stehe fest, dass es für alle Lokführer einheitliche Arbeitsbedingungen und Löhne geben müsse. "Wir verhandeln erst wieder, wenn es neue Angebote gibt", so der Siegener Eisenbahner. Die Bahn als Arbeitgeber hatte die GDL zuvor zu neuen Verhandlungen am kommenden Montag aufgefordert. Das bestehende DB-Angebot sei gar schlechter als alle vorherigen, schimpft die GDL. Zum Beispiel in der höchsten Einkommensgruppe sollten die Lokführer weniger verdienen, dafür aber länger arbeiten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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