SZ

Jagd auf Radfahrer
Auto-Rowdy ist Führerschein los - Offenbar Wiederholungstäter

Eine Szene aus dem Video, welches den Vorfall von Montag zeigt und im Internet mittlerweile hunderttausendfach angeklickt wurde. Der 56-Jährige, der einen der beiden Radfahrer hier abdrängt, ist laut Polizei bereits im Juni auffällig geworden.
  • Eine Szene aus dem Video, welches den Vorfall von Montag zeigt und im Internet mittlerweile hunderttausendfach angeklickt wurde. Der 56-Jährige, der einen der beiden Radfahrer hier abdrängt, ist laut Polizei bereits im Juni auffällig geworden.
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  • hochgeladen von Michael Sauer

tip Siegen/Bad Berleburg. Der Mann, der an Allerheiligen zwei Radfahrer im Raum Netphen durch sein Verhalten und seine Fahrweise in Gefahr gebracht hatte, ist seinen Führerschein los. Das bestätigte die Polizei unserer Zeitung. Eine Polizeistreife hat den Mann am Freitag in seinem Wohnort nahe Bad Berleburg angetroffen. Der Führerschein wurde noch vor Ort beschlagnahmt. Mittlerweile steht auch fest: Es ist nicht das erste Mal, dass der 56-Jährige auffällig wurde.

Bereits im Juni, so teilt es die Polizei mit, habe es Ermittlungen gegen den Mann gegeben. Damals sei es zu einem Vorfall in Bad Laasphe gekommen. Eine Frau habe in der Ludwig-Koch-Straße mit ihrem Auto hinter einem Lkw gewartet, der in der Straße wenden wollte.

tip Siegen/Bad Berleburg. Der Mann, der an Allerheiligen zwei Radfahrer im Raum Netphen durch sein Verhalten und seine Fahrweise in Gefahr gebracht hatte, ist seinen Führerschein los. Das bestätigte die Polizei unserer Zeitung. Eine Polizeistreife hat den Mann am Freitag in seinem Wohnort nahe Bad Berleburg angetroffen. Der Führerschein wurde noch vor Ort beschlagnahmt. Mittlerweile steht auch fest: Es ist nicht das erste Mal, dass der 56-Jährige auffällig wurde.

Bereits im Juni, so teilt es die Polizei mit, habe es Ermittlungen gegen den Mann gegeben. Damals sei es zu einem Vorfall in Bad Laasphe gekommen. Eine Frau habe in der Ludwig-Koch-Straße mit ihrem Auto hinter einem Lkw gewartet, der in der Straße wenden wollte. Der Mann aus dem Raum Bad Berleburg, der nun auch als Täter im Falle der beiden Radfahrer in Frage kommt, habe dies nicht abwarten wollen und zum Überholen angesetzt. Als die Frau aus dem Wagen ausstieg, um auf den wendenden Lkw hinzuweisen, sei der Mann mit seinem Auto so auf die Frau zugefahren, dass diese zur Seite habe springen müssen. Im Anschluss sei es auch noch zu Beleidigungen gekommen, so die Darstellung der Polizei.

Autofahrer macht Jagd auf Radfahrer

Der Fall landete bei der Staatsanwaltschaft. Doch diese stellte das Verfahren mit dem Verweis auf den möglichen Privatklageweg ein. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss, Pressesprecher der Siegener Staatsanwaltschaft, auf Anfrage. Damals sei es um den Vorwurf der Nötigung gegangen. Für eine weitere Verfolgung der Tat habe der Hergang aber nicht ausgereicht. Auch eine Meldung an die Führerscheinstelle, so die Polizei, sei nicht erfolgt.

Jagd auf Radfahrer in Nepthen gemacht: Staatsanwaltschaft liegt Video vor

„Im Lichte des aktuellen Vorfalls muss der Vorgang von damals nun sicher anders bewertet werden”, so von Grothuss. Der Staatsanwaltschaft liege das Video der beiden Radfahrer von Montag auszugsweise vor. Mit Verweis auf die noch andauernden Ermittlungen der Polizei gibt es dazu allerdings noch keine Wertung.

Am Freitag ist jedenfalls der erste der beiden beteiligten Radfahrer zur Vernehmung auf die Polizeiwache nach Weidenau geladen worden, der zweite soll nächste Woche folgen. Auch der 56-jährige vermeintliche Täter, der Fahrer des weinroten SUV, sollte eigentlich zunächst als Zeuge in der kommenden Woche vorgeladen werden. Kurz nach Anfrage der SZ bei der Polizei hieß es dann aber am Freitag: Der Führerschein des Mannes ist beschlagnahmt worden. Die Anordnung dazu habe die Staatsanwaltschaft erteilt. Patrick Baron von Grotthuss: „Das ist die zwangsläufige Folge der schweren Vorwürfe. Diese Person darf nicht länger am Straßenverkehr teilnehmen.”
tellung der Polizei.

Diese Person darf nicht länger am Straßenverkehr teilnehmen.
Patrick Baron von Grothuss
Staatsanwaltschaft Siegen

Ermittelt wird gegen den Mann in erster Linie wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr (§ 315b, StGB) und Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c, StGB). Der letztere der beiden Paragraphen besagt unter anderem, dass eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren demjenigen droht, der im Straßenverkehr grob verkehrswidrig und rücksichtslos unterwegs ist und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen gefährdet.

Autor:

Tim Plachner

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