Automaten-Sprenger: Zeugen gesucht

Iztok Hartmut Opitz wird verdächtigt Geldautomaten gesprengt zu haben. Im Bild an der Siegener Universität
  • Iztok Hartmut Opitz wird verdächtigt Geldautomaten gesprengt zu haben. Im Bild an der Siegener Universität
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sz/kalle - Überraschende Wende am Mittwochabend bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“: Der seit sieben Jahren gesuchte „Gasmann“ ist enttarnt. Kriminalhauptkommissar Martin Schrage war dem Mann, der für insgesamt elf vollendete oder versuchte Sprengungen von Geldautomaten im Dreiländereck Siegen-Wittgenstein, Rheinland-Pfalz und Hessen verantwortlich sein soll, immer auf der Spur. Nach einem Puzzlespiel, bestehend aus Informationen aus der Bevölkerung und anderen Ermittlungsansätzen ist sich die Polizei zu 100 Prozent sicher: Der 45 Jahre alte Iztok Hartmut Opitz aus Siegen, geboren am 4. Februar 1970, ist der lange gesuchte „Gasmann“. Der 45-jährige Tatverdächtiger studierte in Siegen Architektur und ist ohne Wohnsitz. So dicht auf den Fersen wie jetzt, war der Polizist dem Tatverdächtigen noch nie. Optiz hat an der Siegener Universität Architektur studiert. Im Jahr 2000 ist er nach Hamburg verzogen. Er ist ohne festen Wohnsitz. Martin Schrage: „Wir wissen nicht, wo sich Opitz aufhält. Unsere Hoffnung ist, das wir jetzt ein schnelles Ergebnis erreichen.“

Im Jahr 2013 war die Fahndung nach dem Täter bereits dadurch erleichtert worden, dass der Polizei aus verschiedenen Quellen bzw. Tatorten Bildmaterial des Tatverdächtigen zur Verfügung stand, die dann auch veröffentlicht wurden. Doch der Durchbruch blieb erst einmal aus. Der in Siegen geborene Mann, der keinerlei Kontakt mehr zu seiner Familie pflegt, hat nach den Erkenntnissen der Ermittler zuletzt in der Nacht zu Freitag, 5. Juni 2015, zugeschlagen und einen Geldautomaten in der Autobahn-Raststätte Siegerland Ost (A 45) zur Explosion gebracht. Der gesuchte Straftäter kommt darüber hinaus für gleichgelagerte Fälle im Raum Hamburg zwischen 2009 und 2012 in Frage - zu diesem Ergebnis kommt das Kriminalkommissariat 2 nach Austausch mit den norddeutschen Kollegen und im Ergebnis sehr aufwändiger Ermittlungen.

Der als unberechenbar eingestufte Mann ist zudem zahlreicher Tankbetrügereien im Bundesgebiet, vor allem im Bereich Mittelhessen und im norddeutschen Raum, verdächtig. Wie viel Geld der Siegener „Gasmann“ durch seine Taten erbeuten konnte, dazu wollte sich die Polizei auf Fragen der Siegener Zeitung nicht äußern. Der materielle Schaden, den allein die Sprengungen angerichtet haben, liegt bei mehreren 100.000 Euro.

Dass bisher niemand durch die Geldautomaten-Sprengungen verletzt oder gar getötet wurde, ist nach Einschätzung der Polizei lediglich glücklichen Umständen zu verdanken. Ausdrücklich warnen die Ermittler davor, sich Iztok Hartmut Opitz zu nähern, ihn anzusprechen oder aber zu versuchen, ihn festzuhalten. Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen Straftäter, der auf Grundlage der bekannt gewordenen Ermittlungsergebnisse als unberechenbar einzuschätzen ist. 

Nun fragt die Polizei ganz konkret:

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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