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AWo-Beschäftigte fordern starken Tarifvertrag

Jasin Nafati (r.) und seine Kollegen fordern einen starken Tarifvertrag für die Beschäftigten der AWo.
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  • Jasin Nafati (r.) und seine Kollegen fordern einen starken Tarifvertrag für die Beschäftigten der AWo.
  • Foto: kay
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

kay/sz Siegen. Die Beschäftigten der AWo werden nicht müde, ihre Forderungen für die am Mittwoch stattfindenden Tarifverhandlungen öffentlich zu machen. An der Siegener AWo-Geschäftsstelle kamen am Dienstagmorgen Beschäftigte zusammen, um ihre Forderungen für einen starken Tarifvertrag erneut zum Ausdruck zu bringen. Um dies zu unterstreichen wurde die Geschäftsstelle mit Bannern, Zitaten und Fotos von Beschäftigten geschmückt.

AWo-Beschäftigte fordern mehr Geld

„Die Pandemie macht deutlich, dass soziale Arbeit, Erziehung sowie Pflege für unsere Gesellschaft überlebenswichtig sind. Trotzdem werden soziale Berufe noch immer nicht angemessen vergütet. Deshalb fordern wir auch bei der AWo Verbesserungen, beispielsweise durch einen Mindestbetrag von 75 Euro. Die unteren Entgeltgruppen müssen gestärkt werden, sonst droht den Beschäftigten der direkte Weg in die Altersarmut. Das kann auch der Arbeitgeber nicht wollen. Der Anschluss, beispielsweise zum öffentlichen Dienst, ist groß. Darüber hinaus muss dringend etwas gegen Überlastung und Personalmangel getan werden“, erklärte Jasin Nafati vom Verdi-Bezirk Südwestfalen.

Tariflandschaft bei der AWo als Flickenteppich

Die Tariflandschaft bei der AWo gleiche einem Flickenteppich. In einigen Häusern würden unterschiedliche Tarifverträge gelten, in anderen gäbe es keine Tarifbindung, fügte der Gewerkschafter hinzu. Das sorge für Unzufriedenheit und spalte die Belegschaften. „Wir fordern die Arbeitgeber auf, sich gemeinsam für eine flächendeckende Tarifbindung bei der AWo einzusetzen - so wie es die AWo zu ihrem 100-jährigen Jubiläum verkündet hat,“ so Jasin Nafati weiter.

60.000 Beschäftigte bei der AWo in NRW

Hintergrund: Seit Ende Februar verhandelt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mit den Arbeitgebern der AWo über den Tarifvertrag der AWo in NRW. Betroffen sind davon rund 35.000 Beschäftigte der Altenpflege, der Kitas, der Offenen Ganztagsschulen (OGS) sowie anderer sozialer Einrichtungen. Die AWo NRW beschäftigt insgesamt rund 60.000 Menschen.

Jasin Nafati (r.) und seine Kollegen fordern einen starken Tarifvertrag für die Beschäftigten der AWo.
Jasin Nafati fordert einen starken Tarifvertrag für die Beschäftigten der AWo.
Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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