Baby-Drama vor Gericht

 Die 28-Jährige Angeklagte (r.) und ihre Anwältin Funda Bicakoglu (l.) kamen im Kölner Landgericht in den Gerichtssaal. Die Siegenerin soll ihr Neugeborenes auf einer Toilette des Flughafens Köln/Bonn getötet haben. Foto: dpa
  • Die 28-Jährige Angeklagte (r.) und ihre Anwältin Funda Bicakoglu (l.) kamen im Kölner Landgericht in den Gerichtssaal. Die Siegenerin soll ihr Neugeborenes auf einer Toilette des Flughafens Köln/Bonn getötet haben. Foto: dpa
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hp - Der Junge war 49 Zentimeter groß und wog 3045 Gramm, als ihn seine Mutter im November vergangenen Jahres auf einer Flughafentoilette in Köln zur Welt brachte. Das Baby war laut Ermittlungsakten voll lebensfähig. Doch Momente nach der Sturzgeburt soll Maria M. (28) den Säugling erstickt haben. Seit Donnerstag muss sich die Studentin aus Siegen wegen Totschlags vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Das Drama auf der Flughafentoilette fasste der Staatsanwalt so zusammen: Maria M. habe nach der Spontan-Geburt in Köln die Nabelschnur durchtrennt. „Dann wickelte sie den Säugling in ein Kleid und ein Handtuch ein, wodurch die Atemwege bedeckt wurden“, so der Ankläger. Sie habe billigend in Kauf genommen, dass ihr Kind dadurch sterbe.

Beim Prozess spielt die Vorgeschichte zu dieser Tragödie eine zentrale Rolle. Die ehemalige Studentin gab an, seit Mai 2016 von ihrer Schwangerschaft gewusst zu haben. Zwei Abtreibungen hatte sie schon hinter sich. „Oh nein“, habe sie gedacht, „nicht ein drittes Mal.“ Einen weiteren Schwangerschaftsabbruch habe sie abgelehnt, „das schaffe ich nicht.“ Doch ihr Freund (26) habe das Kind nicht gewollt, habe hilflos reagiert, eine weitere Abtreibung verlangt. Dafür war es aber schon zu spät, die Frist für einen legalen Abbruch war abgelaufen.

Die Studentin soll ihre Schwangerschaft fortan geheim gehalten haben. „Ich wollte mich auf das Kind freuen, doch ich konnte nicht, ich durfte nicht“, sagte Maria M. und weinte. 

Die ganze Aussage der Angeklagten und die tragische (Vor-)Geschichte des toten Babys gibt es in unserem E-Paper.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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