Bäume schwebten über die B62

 Forstwirt Franz Utsch räumte die Einzelteile eines Ahorns auf Seite, im Hintergrund schwebte bereits ein weiterer Ahornstamm am Autokran. Fotos: rai  Nachdem die Kiefer mit dem Autokran auf den Boden geschwebt war, erledigten Malte Utsch und Christian Schepp den Rest mit ihren Motorsägen.
  • Forstwirt Franz Utsch räumte die Einzelteile eines Ahorns auf Seite, im Hintergrund schwebte bereits ein weiterer Ahornstamm am Autokran. Fotos: rai Nachdem die Kiefer mit dem Autokran auf den Boden geschwebt war, erledigten Malte Utsch und Christian Schepp den Rest mit ihren Motorsägen.
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rai - Die mächtigen Bäume, teils 25 Meter hoch, die Forstwirt Malte Utsch am Sonntag mit der Motorsäge nahe am Boden abgesägte, sausten nicht mit dem typischen Ächzen und Getöse brechender Äste zu Boden. Die tonnenschweren Stämme schwebten sprichwörtlich von ihrem angestammten Platz am Siegufer zwischen Betzdorf und Kirchen auf die B 62 und dann in die Horizontale.

Es war ein imposantes Bild, als um kurz nach 8 Uhr der erste Stamm an der Reihe war. Rund 20 Meter hoch und 4 bis 4,5 Tonnen schwer, antwortete Utsch auf die Frage nach Maßen und Gewicht. Gemeinsam mit Christian Schepp gelangte er dann im Korb eines Steigerwagens bis in den Wipfel des Baumes, um die Kette anzubringen und diese am Kranhaken zu befestigen. Wieder auf dem Boden, kletterte der Forstwirt über das Geländer in die steile Böschung, die sich zwischen B 62 und der Sieg befindet. Dann ließ er das Schwert seiner Motorsäge in dem Holz verschwinden, bis der Stamm nur noch vom Autokran aus von Martin Wenzelmann in der Senkrechten gehalten wurde.

Vorsichtig bugsierte Wenzelmann, der übrigens 2014 den Förderturm in Malberg aufgestellt hatte, jeden einzelnen Koloss von der Uferböschung bis über die Bundesstraße, die eigens für die Aktion für den Verkehr gesperrt worden war. Und wieder wurden die Motorsägen angeworfen, Äste abgetrennt und schließlich die Stämme in verhältnismäßig handliche Abschnitte zerlegt – zumindest für den Greifer der Rücke–Maschine. Mit dieser stand Franz Utsch bereit, um Äste und Stammholz getrennt beiseite zu schaffen. Der Forstwirt ist Inhaber des gleichnamigen Forstbetriebs (Katzenbach).

Rund ein Dutzend schadhafter Bäume, Kiefern und Ahorn, waren für die sonntägliche Fällaktion markiert worden. Weil die Bäume nicht einfach in einer bestimmten Fallrichtung gefällt werden konnten und peu á peu Klötze abschneiden zu zeitaufwendig gewesen wäre, wurde mit einem Autokran vorgegangen.

Parallel dazu waren auf der gegenüberliegenden Hangseite der B 62 Forstleute damit beschäftigt, die Stahlnetze freizuschneiden. Hier musste eine Fläche von 5000 Quadratmetern abgearbeitet werden.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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