Bahnübergang wird endlich gebaut

 Nach vier Jahren Dauer-Baustelle in Aue deutet sich jetzt doch noch ein Ende an: Der Bahnübergang „Zum Heilbach“ wird ab 19. Juni neu gebaut. Archivfoto: Martin Völkel
  • Nach vier Jahren Dauer-Baustelle in Aue deutet sich jetzt doch noch ein Ende an: Der Bahnübergang „Zum Heilbach“ wird ab 19. Juni neu gebaut. Archivfoto: Martin Völkel
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vö - Der Zeitplan steht, und zwar sehr exakt: Am Montag, 19. Juni, fällt der Startschuss für den Bau des Bahnübergangs zum Auer Industriegebiet „Zum Heilbach“, am Freitag, 18. August, ist die Inbetriebnahme geplant. Das positive Ende einer schier unendlichen Geschichte? Es sieht definitiv danach aus. „Wir werden dieses Jahr mit der Maßnahme fertig“, versprach Jürgen Akkermann von der Deutschen Bahn (DB) in der Sitzung des Berleburger Ausschusses für Planen, Bauen, Wohnen und Umwelt. Mehr noch: Akkermann und der zuständige Projektleiter Matthias Rudat nannten eine ganz konkrete Zeitschiene und wichtige Einzelheiten zur Maßnahme – die an den Anliegern sprichwörtlich nicht geräuschlos vorbei gehen dürfte. Das Baurecht liege seit 22. März vor, verriet Jürgen Akkermann. damit sei man mit der Maßnahme auf dem zeitlichen Stand, den man seinerzeit bei der Bürgerversammlung im Auer Bürgerhaus angekündigt habe. Aktuell werde die Ausschreibung vorbereitet, am 31. Mai solle der Zuschlag erteilt werden.

Der DB-Vertreter nahm kein Blatt vor den Mund und sprach die Pannen beim ersten Versuch, den Bahnübergang zu erneuern, offen an: „Das ist völlig in die Hose gegangen.“ Seither hätten viele Aktivitäten im Hintergrund stattgefunden. Zur Wahrheit gehöre auch, dass die ursprünglich kalkulierten Baukosten von 290.000 Euro auf nunmehr 950.000 Euro regelrecht explodiert seien. Die DB sei dabei, „einiges mit dem Ingenieurbüro glatt zu ziehen“. Bekannt ist, dass ein Rechtsstreit läuft, der noch nicht abgeschlossen ist. Projektleiter Matthias Rudat sprach von „einer typischen Zeitschiene“ für einen Bahnübergang. Die Planungszeit liege bei etwa vier Jahren, die Bauzeit dagegen bei wenigen Monaten. Die besagte Bauzeit dürfte es allerdings sowohl für die Anlieger, als auch für die Nutzer des Industriegebietes in Aue in sich haben. Denn insgesamt werde, so die beiden DB-Mitarbeiter, zwischen Landesstraße 553 und Bahngleis ein Höhenunterschied von 1,20 Meter ausgeglichen. Die Bahntrasse werde um 80 Zentimeter angehoben, die Straße um 40 Zentimeter abgesenkt.

An drei Wochenenden in den Sommerferien werde man, so Rudat, die Zufahrt zum Industriegebiet voll sperren müssen: vom 21. bis 23. Juli, vom 4. bis 6. August und vom 11. bis 13. August. Die Stadt Bad Berleburg habe ihre Unterstützung zugesagt, ein Ausweichgelände zu finden, wo Lkw abgestellt werden könnten, die auch an den Wochenenden im Einsatz seien. Die L553 werde dagegen nur halbseitig für den Verkehr gesperrt. Und: „Wir arbeiten rund um die Uhr, es wird laut, sehr laut“. Jürgen Akkermann betonte, dass es an den besagten Wochenenden nachts nicht möglich sei, zu schlafen. Im Umkreis von 50 bis 80 Meter werde sicherlich das Recht auf körperliche Unversehrtheit angekratzt – ein solcher Lärmpegel sei zu prognostizieren. Die Bahn werde den betroffenen Anliegern Ersatzwohnraum zur Verfügung stellen – etwa in Form von Hotelübernachtungen. Ob das vor Ort oder außerhalb in Anspruch genommen werde, entscheide jeder selbst. Jeder Anlieger werde per Postwurfsendung angeschrieben. Das sei natürlich mit Aufwand verbunden, räumte Matthias Rudat ein. Nur: „Wir können die Baustelle leider nicht verlegen.“ Detaillierte Informationen soll es zudem in einer Bürgerversammlung geben, die für Mai zusammen mit der Stadtverwaltung angesetzt ist.

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