Bahnübergang vor dem Aus

Die Bahn leitet die Planungen für die Schließung des Bahnübergang Schmidtseifen in Dahlbruch ein. Archivbild: Jan Schäfer
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js - Der Bahnübergang Schmidtseifen in Dahlbruch ist von der Schließung für den Kraftfahrzeugverkehr bedroht. Das wurde am Mittwich im Hilchenbacher Stadtentwicklungsausschuss deutlich, als Günter Padt, Geschäftsführer des Zweckverbands Personennahverkehr Südwestfalen (ZWS), den aktuellen Planungsstand vorstellte.

Schon seit vielen Monaten beschäftigt sich das Gremium mit den Plänen, den unbeschrankten Übergang oberhalb des Wendehammers Bahnhofstraße zu sperren. Im vergangenen Jahr hatte der ZWS  Alternativplanungen vorgelegt. Eine Schließung wäre die günstigste Lösung. Ein „Heckentor“, bei dem nur noch Fußgänger, Radfahrer sowie Anwohner mit Schlüssel über die Gleise gelangen könnten, wäre da schon deutlich teurer. Die Hilchenbacher Politik indes beschloss, nur einem voll beschrankten Übergang ihre Zustimmung zu geben. Der  würde rund 1,4 Mill. Euro kosten. „Die Zweckverbandsversammlung hat ausgeschlossen, diese Summe dort zu investieren“, so Padt.

Inzwischen sei der ZWS ohnehin nicht mehr Herr des Verfahrens. Die Bahn-Tochter DB Netz sei dabei, ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten, deren Ziel die Schließung des Bahnübergangs sei – allerdings unter Beibehaltung einer Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer. Von einer „einvernehmlichen Lösung“ sei man nun jedoch weit entfernt, konstatierte Baudezernent Michael Kleber. Er habe einen eindeutigen Beschluss im Rücken, der eben nicht mit der nun vorgesehenen Planung übereinstimme. Auch der Rettungsdienst habe sich klar gegen eine solche Schließung für den Kfz-Verkehr positioniert. Günter Padt machte bereits deutlich, wie sich der Zweckverband in das Planfeststellungsverfahren einbringen werde. „Wir werden es positiv beurteilen.“ Oder aber, aus Hilchenbacher und Dahlbrucher Sicht betrachtet: negativ.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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