SZ

BIS AUF WEITERES
Batterien her!

SZ-Redakteurin Nadine Buderath.

Die Maschinen reden immer mehr mit uns – und im Herumkommandieren und Auf-den-Keks gehen sind sie dabei auch ganz groß. Kaum hat man sich gemütlich auf dem noch nicht kommunizierenden Sofa niedergelassen, piepst die Spülmaschine hier und hupt der Trockner dort.
Das Handy schlägt bei „Weniger als
20 Prozent Akku!“ mehr Alarm als damals das Kernkraftwerk in Tschernobyl. Und wenn man es dann immer noch nicht „füttert“: Uiuiui, dann kommt irgendwann die magische „Weniger als 10-Prozent“-Grenze. Schön war jetzt auch die Fahrt zu einem Termin nach Koblenz.
Schietwetter im Westerwald, als mich plötzlich ein „Pling“ aus dem Sitzheizungskoma riss: „Reinigen Sie die Frontkamera!“ war auf dem Display zu lesen.

Die Maschinen reden immer mehr mit uns – und im Herumkommandieren und Auf-den-Keks gehen sind sie dabei auch ganz groß. Kaum hat man sich gemütlich auf dem noch nicht kommunizierenden Sofa niedergelassen, piepst die Spülmaschine hier und hupt der Trockner dort.
Das Handy schlägt bei „Weniger als
20 Prozent Akku!“ mehr Alarm als damals das Kernkraftwerk in Tschernobyl. Und wenn man es dann immer noch nicht „füttert“: Uiuiui, dann kommt irgendwann die magische „Weniger als 10-Prozent“-Grenze. Schön war jetzt auch die Fahrt zu einem Termin nach Koblenz.
Schietwetter im Westerwald, als mich plötzlich ein „Pling“ aus dem Sitzheizungskoma riss: „Reinigen Sie die Frontkamera!“ war auf dem Display zu lesen.
Natürlich hätte ich nichts lieber getan, als bei vier Grad und strömenden Regen nahe Stockum-Püschen aus dem Auto zu springen, aber: Ich habe gar keine Frontkamera. Den Vogel in Sachen Quengeligkeit hat aber vor wenigen Tagen der relativ neue Fernseher abgeschossen.
Ich habe mich auf der Couch in meine Wolldecke einmumifiziert und zappe durch die Kanäle. Plötzlich – immerhin ohne irgendwelches Hupen, Plingen oder Piepsen – hebt der Fernseher auf seinem Bildschirm das virtuelle Warnschild in die Höhe und macht mich im bestimmenden Tonfall darauf aufmerksam, dass die Batterien in der Fernbedienung zur Neige gehen und alsbald für Austausch gesorgt werden muss.
Hallo?! Jetzt geht’s aber wohl los! Schließlich weiß jeder – nur der Fernseher wohl noch nicht –, dass die einzig adäquaten Reaktionen auf sich leerende Batterien folgende sind: Die Fernbedienung heftig schütteln, die Fernbedienung gegen das Sofa oder das eigene Knie schlagen , die Fernbedienung beschimpfen und die Batterien kurz rausholen – und wieder rein tun.
Ich habe diese Taktik schon mal rund zwei Jahre durchgezogen. Mal sehen, wer jetzt die besseren Nerven hat – der Fernseher oder ich...
n.buderath@siegener-zeitung.de

Autor:

Nadine Buderath (Redakteurin) aus Betzdorf

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