Bauausschuss stimmt Konzept für Geisweid zu

juli Geisweid. Für die städtebauliche Entwicklung Geisweids hat der Bauausschuss des Siegener Stadtrats in seiner gestrigen Sitzung grünes Licht gegeben – freilich nicht ohne Diskussion. Die Ausschussmitglieder gingen teilweise mehr ins Detail als zu diesem Zeitpunkt nötig. Es gehe darum, jetzt den Kostenplan abzustecken, in dessen Rahmen es später noch Spielraum gebe, erklärte Gerald Kühn, Wirtschaftsförderer der Stadt Siegen.

Im ersten Bauabschnitt soll 2010 aus dem Bereich zwischen Hüttenstraße, Fröbelstraße und Königstraße um die Marienschule herum ein parkähnlicher Grüngürtel entstehen, die Marienschule soll saniert und der Verkehr auf der Hüttenstraße beruhigt werden. In den folgenden Jahren ist die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts vorgesehen: die Aufwertung des Lindenplatzes und des Rathausumfelds (die SZ berichtete gestern ausführlich).

Auf Anregung von Manfred Schneider (SPD) hin will die Stadtverwaltung die Möglichkeit untersuchen, an der Kreuzung Geisweider Straße/Birlenbacher Straße/Stahlwerkstraße einen Kreisverkehr zu bauen. Hintergrund sind die Bedenken der SPD zur geplanten Änderung der Verkehrsführung an der Einmündung Fröbelstraße/Geisweider Straße – hier ist vorgesehen, das Linksabbiegen zu erlauben und eine Ampel zu installieren.

Dass noch Diskussionen folgen, versprach Manfred Schneider bezüglich des Sohlbachs: Darüber werde intensiv diskutiert. Freilegen oder nicht? An der Frage scheiden sich die Geister. Ansgar Cziba von den Grünen warf die Frage nach der Bedeutung des Lindenplatzes vor dem Rathaus auf: „Der führt ein Schattendasein, weil da nichts ist.“ Zudem halten die Grünen einen Fußweg durch den geplanten Grüngürtel für sinnvoll. Denn der Bereich sei unübersichtlich und werde schlecht wahrgenommen. Ein Weg sei auch für die soziale Kontrolle wichtig. „Sonst baut man sich einen neuen schwierigen sozialen Punkt“, gab Cziba anlässlich der dortigen Ballung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu bedenken.

Wie berichtet, muss der Haupt- und Finanzausschuss dem Grobkonzept bis Ende August zustimmen, damit die Stadt für den ersten Bauabschnitt (1,3 Mill. Euro) Fördermittel im Rahmen des Landesprogramms „Stadtumbau West“ bekommt. Das Land übernimmt bei förderfähigen Vorhaben 70 Prozent der Kosten. Der Zuschuss für den zweiten Bauabschnitt (556 000 Euro) muss noch beantragt werden.Sei Konkretes beschlossen, müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden, sagte Kühn. Ein Dorn im Auge ist Politik und Verwaltung der Gebrauchtwagenhändler zwischen Stahlwerke-Hochhaus und Hundt & Weber. Die Stadt habe leider zu spät mitbekommen, dass das Grundstück, das die Stadt ebenfalls gern beplanen würde, angeboten worden sei, sagte Kühn.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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