„Baukörper spendet Schatten“

 Anwohner vom Bad Laaspher Ostplatz wehren sich gegen die Bauplanung im „Nahversorgungszentrum Bahnhofstraße“. Sie befürchten Dauerschatten, wenn ein Baukörper näher an ihre Häuser heranrückt. Foto: Holger Weber
  • Anwohner vom Bad Laaspher Ostplatz wehren sich gegen die Bauplanung im „Nahversorgungszentrum Bahnhofstraße“. Sie befürchten Dauerschatten, wenn ein Baukörper näher an ihre Häuser heranrückt. Foto: Holger Weber
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howe - Was die Stadt Bad Laasphe da so durch die rosarote Brille sieht, dafür haben die Anwohner des Nahversorgungszentrums Bahnhofstraße kein Verständnis. Die Planungen trügen zu einer Erneuerung der Stadt bei. Die Umsetzung der Planung stelle grundsätzlich eine städtebauliche Aufwertung dar, teilt die Stadt zur geplanten Änderung des Bebauungsplanes mit. Dazu soll der Bau-, Denkmal- und Umweltausschuss am Mittwochabend (17.30 Uhr) den Abwägungs- und Änderungsbeschluss auf den Weg bringen.

Sechs Eheleute vom Ostplatz sowie ein Ehepaar aus der Bahnhofstraße teilten der Stadt jüngst ihre Bedenken mit. „Wir müssen feststellen, dass sich die Änderungen im Bebauungsplan teilweise äußerst negativ auf unsere Grundstücke auswirken und zu einem gravierenden Wertverlust führen“, beschweren sich die Anwohner in ihrer schriftlichen Stellungnahme. Grundsätzlich habe man nichts gegen eine „vernünftige Neuordnung“ des genannten Planbereichs. Es werde allerdings keine Notwendigkeit gesehen, „den massivsten Baukörper bis auf drei Meter an unsere Grundstücksgrenze heranzuführen.“ Anlieger Willi Breuer schilderte den Sachverhalt im SZ-Gespräch gestern so: „Bis dato war der Abstand zehn Meter. Dieser wird sich nun auf drei Meter reduzieren. Dann haben wir keine Sonne mehr.“ Dadurch, dass er im Osten der Stadt wohne und die Sonne abends im Westen stehe, müsse man bei Umsetzung der Planung nachmittags auf die Sonne verzichten.

„Wird das so durchgesetzt, werden wir uns rechtliche Schritte vorbehalten.“ Er werde sich in Kürze nochmal mit den Nachbarn zusammensetzen und das weitere Vorgehen beraten, erläuterte Willi Breuer. Der geplante Baukörper sei sogar wesentlich größer und würde mit einer maximalen Höhe von neun Metern, die zusätzlich durch technische Aufbauten noch einmal um einen Meter übertroffen werden dürften, die Grundstücke „massiv beschatten“. Eine derartige Verschlechterung gegenüber der bisherigen Situation könne man keinesfalls hinnehmen, schreiben die Ostplatz-Bewohner. Die Ziele der Gesamtplanung würden nicht beeinträchtigt, wenn der beschriebene Baukörper um mindestens zehn Meter in westlicher Richtung verschoben und ein Teil der geplanten Stellplätze östlich des Baukörpers unter Einhaltung angemessener begrünter Sozialabstände angelegt würde – lautet der Vorschlag der Anwohner. Die Stadt teilt die Bedenken der Anlieger nicht, auch will sie der Anregung nicht folgen. „Aus Immissionsschutzgründen wurde bewusst eine direkte Zuordnung von Stellplätzen zur östlich benachbarten Wohnbebauung vermieden“, erklärt die Verwaltung.

Außerdem würden dem Planungsbegünstigten durch Festsetzung des Bebauungsplanes keine Abstandsflächen auferlegt, „die über die gemäß §6 Bauordnung NRW nachzuweisenden Abstandsflächen hinausgehen oder eine Unterschreitung ermöglichen.“ Was den Abstand des Baukörpers zu den Anliegern betrifft, würden die Abstandsflächen eingehalten und die Nachbarschaftsrechte berücksichtigt. Unzumutbare Beeinträchtigungen einschließlich einer Beschattung seien nicht zu befürchten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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