Baustellen-Schock in Kirchen

 Diesen Anblick samt Auswirkungen müssen die Autofahrer nun wohl deutlich länger als ursprünglich gedacht ertragen. Foto: dach
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thor -  Es ist kein vorgezogener Aprilscherz, sondern eher ein nachträglicher Volkstrauertag – zumindest für alle Kirchener und jene Pendler, die sich Tag für Tag durch das „Nadelöhr an der Sieg“ quälen müssen.  Der Landesbetrieb Mobilität in Diez hat am Montag Mittag offiziell bestätigt, was die Siegener Zeitung schon am Samstag berichtete: Die Sanierung der Siegbrücke kann in diesem Jahr nicht mehr fertiggestellt werden, somit muss die B 62 weiter gesperrt bleiben. Das sei bei der jüngsten Baubesprechung am 17. November „einvernehmlich“ festgestellt worden. Witterungsbedingte Verzögerungen hätten für Probleme im geplanten Bauablauf gesorgt. Folgende Gründe sind laut LBM im Einzelnen ausschlaggebend:

Auf Grund der niedrigen Temperaturen benötige der frisch eingebaute Beton länger zum Abbinden. Die Schal-und Bewehrungsarbeiten an den Endquerträgern hätten auf Grund des lang anhaltenden Regens unterbrochen werden müssen. Eine Einhausung für diese Arbeiten, bedingt durch den Einsatz von Hebegeräten, sei leider nicht möglich. Die Abdichtungsarbeiten auf dem Überbau könnten nur bei trockener Witterung ausgeführt werden. Der Einsatz des Schutzzeltes könne hierbei nur bedingt erfolgen.  Durch die Verzögerung bei der Herstellung der Endquerträger habe man die Spannglieder nicht wie geplant bestellen können, da hierfür ein exaktes Aufmaß der Spanngliedlänge zwischen den fertigen Endquerträgern benötigt werde. Der neue (geplante) Liefer- und Einbautermin liege somit frühestens in den Betriebsferien (19. Dezember bis 6. Januar) der Spanngliedfirma und sorge so für weitere Verzögerungen. Auch gibt es vonseiten des LBM eine neue zeitliche Perspektive (wenn man es denn so nennen will): „Eine entsprechend gute Witterung vorausgesetzt, wäre eine Verkehrsfreigabe Ende Januar/Anfang Februar möglich – bei schlechter Witterung auch später.“

Diese Nachricht dürfte die laufende Diskussion über einen Kreisverkehr am Südknoten erst einmal in den Hintergrund rücken lassen. Wie mehrfach berichtet, können weder der Stadtrat noch zahlreiche Bürger die Entscheidung des LBM nachvollziehen, keinen Probebetrieb zuzulassen und wieder Ampeln installieren zu wollen. Inzwischen dürften im Stadtbüro rund 1500 Unterschriften vorliegen. Vergangenes Wochenende hatten örtliche FDP-Vertreter bereits bei Parteifreund und Verkehrsminister Volker Wissing interveniert.

Was die Umleitungsstrecke angeht, so hat man dieser Tage das Gefühl, dass hier wieder vermehrt Lkw unterwegs sind. Auch über den Schwelbel wird immer mehr ausgewichen, erste Schäden und Unfälle am Bahnübergang und im Wohngebiet selbst sind bereits zu verzeichnen gewesen. Einer nicht gerade begüterten Rentnerin wurde beispielsweise eine Mauer zerstört.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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