Beide Jungen haben geatmet

 Großes Medienaufgebot bei der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft und der Mordkommission Hagen. Foto: kalle
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kalle - Es waren zwei Jungen, die die Doktorandin Shipra K. am 3. September 2013 und am 7. August 2014 zur Welt gebracht hat. Allein und ohne medizinische Unterstützung. Weder ihre Eltern noch ihr Lebensgefährte wussten von den Schwangerschaften. Der Vater beider Söhne ist nach Angaben der 32-Jährigen ihr 36-jähriger Freund. Im Rahmen der polizeilichen Vernehmungen hat sie ausgesagt, die Kinder nach den Geburten beiseite gelegt zu haben. Wann sie die Säuglinge und unter welchen Umständen in die Kühlungen verfrachtet hat, kann der Leiter der Mordkommission Hagen, Ingo Scheid, bislang nicht erklären. Am Sonntag hatte die 57-jährige Mutter der Kindsmutter den Säugling gefunden, die Polizei informiert und damit die bundesweit für Aufsehen sorgende Geschichte ins Rollen gebracht. 

Diese Informationen gaben Ingo Scheid und der zuständige Staatsanwalt für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft Siegen, Baron Patrick von Grotthuss, Dienstagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Grotthuss erläuterte auch die bisherigen Erkenntnisse der Rechtsmediziner. Im Rahmen der Obduktion hatte sich herausgestellt, dass die beiden Säuglinge männlichen Geschlechts, in beiden Fällen zum Zeitpunkt ihrer Geburt lebensfähig sowie voll ausgebildet waren – und auch geatmet haben. Beide Kinder will die Mutter mit einer Schere abgenabelt haben. Die Todesursache des in Niedersetzen aufgefundenen Säuglings konnte im Rahmen der Obduktion noch nicht ermittelt werden. In dem Fall des in Bonn aufgefundenen Säuglings steht das Ergebnis der Untersuchungen zur Todesursache ebenfalls noch aus, es wird am Mittwoch erwartet.

Gegen die Kindsmutter der Säuglinge, die sich zur Zeit in einer Justizvollzugsanstalt im Ruhrgebiet in Untersuchungshaft befindet, wird jetzt wegen des Verdachtes auf Totschlag ermittelt. Hier könne laut von Grotthuss die Höchsstrafe bei 15 Jahren liegen.

Die Schwangerschaft hatte die 32-Jährige mit weiter Kleidung kaschiert. Ihrem Freund erzählte die Frau, der „dicke Bauch“ käme von ihren Ess-Störungen. Am Rande der Pressekonferenz kam auch zur Sprache, ob Shipra K. ein Alkoholproblem hat. Der Leiter der Mordkommission bestätigte, dass er für eine mögliche Alkoholkrankheit der Täterin Hinweise aus deren Umfeld erhalten habe. Bei einem Atem-Alkoholtest, der am Sonntagabend bei der Frau durchgeführt worden war, wurde ein Wert von 0,8 Promille festgestellt. Am Dienstag meldeten sich auch die Eltern von Shipra K. zu Wort

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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