Neue Regeln des NRW-Gesundheitsministers
Beim zweiten Mal kein Astra-Impfstoff

Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Regeln fürs Impfen angekündigt.

ihm Eiserfeld. Es wird immer komplizierter mit der Impfstrategie. Unmittelbar vor Pfingsten hat das NRW-Gesundheitsministerium einen neuen Erlass veröffentlicht, der wichtig ist für alle, die ihre erste Impfung mit AstraZeneca (neuer Name: Vaxzevria) bekommen haben. Differenziert wird nach Alter:

Für unter 60-Jährige, die beim ersten Mal AstraZeneca bekommen haben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine heterologe Zweitimpfung, also die Verwendung eines anderen Impfstoffs. In der ersten Juni-Woche steht in NRW als Zweitimpfstoff in den Impfzentren ausschließlich Moderna zur Verfügung, in den anderen Wochen soll in erster Linie BionTech verwendet werden. Beides sind mRNA-Vakzine – im Gegensatz zu dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca.
Auf Wunsch können die unter 60-jährigen Menschen aber auch eine homologe Impfung bekommen, also auch beim zweiten Mal AstraZeneca – allerdings nur „nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch die zu impfende Person“, sagte die STIKO.
Wie viele Menschen dieser Altersgruppe im Eiserfelder Impfzentrum mit AstraZeneca geimpft worden sind, konnte der Kreis nicht sagen.

Für über 60-Jährige
, die zum Beispiel bei der Sonderaktion zu Ostern mit AstraZeneca geimpft worden sind, erfolgt auch die Zweitimpfung mit AstraZeneca. Eine Wahlmöglichkeit wird es nicht geben, bestätigte der Kreis.
Weiter heißt es aus Düsseldorf: „Reguläre Erstimpfungen mit AstraZeneca sind ab sofort weder im Impfzentrum noch bei mobilen Impfaktionen zulässig.“ Vorhandene Bestände seien zu lagern und zunächst ausschließlich für gegebenenfalls gewünschte homologe Zweitimpfungen bei unter 60-Jährigen im Einzelfall zu verwenden.“ Lagerfähig sind ungeöffnete Ampullen von AstraZeneca im Kühlschrank für sechs Monate, angebrochene Fläschchen nur sechs Stunden.
Der Erlass des Ministeriums bindet die kommunal organisierten Impforganisation, nicht aber die Impfungen bei niedergelassenen Ärzten oder Betriebsärzten. Sie können letztlich in eigener Verantwortung entscheiden, die STIKO gibt lediglich Empfehlungen.

Im St.-Marien-Krankenhaus Siegen laufen Zweitimpfungen

Im St.-Marien-Krankenhaus Siegen laufen aktuell die Zweitimpfungen für die Mitarbeiter. Einige von ihren haben die Erstimpfung mit AstraZeneca hinter sich. Zu dem empfohlenen Wechsel des Impfstoffs gebe es noch keine aussagekräftige Studie, die die Wirksamkeit der Strategie beweise, sagt Sprecher Dr. Christian Stoffers. Andererseits habe es geringfügig höhere Komplikationsraten bei AstraZeneca gegeben. „Das Impfteam hat sich in der Zusammenschau entschlossen, den Mitarbeitern der Marien-Gesellschaft für die Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu empfehlen.“

Schließlich sagt der Landeserlass noch etwas zu Termin-Umbuchungen. Diese sollen nur in „gut begründeten Einzelfällen“ erfolgen. In der Regel müsse die Zweitimpfung bei dem gleichen Leistungserbringer erfolgen, der auch die erste Impfung vorgenommen hat. Wechsel zwischen Impfzentrum und Arztpraxis sind unerwünscht.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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