Beitritt oder neues Kirchspiel?

 Die verschiedenen Lösungsansätze für eine Zukunft der Kirchengemeinde Wunderthausen-Diedenshausen wurden am Sonntagmorgen intensiv diskutiert. Foto: lisa
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lisa - Seit geraumer Zeit hat die ev. Kirchengemeinde Wunderthausen-Diedenshausen keinen Pfarrer und kein Presbyterium mehr, deswegen wurden der Gemeinde am Sonntag verschiedene Lösungsansätze vorgestellt. Das aktuell verantwortliche Bevollmächtigtengremium hatte zur Gemeindeversammlung eingeladen. Schon lange beschäftigen sich die Dörfer mit diesem Problem und probieren, eine gemeinsame Lösung zu finden. Neun Bürger aus den Orten und zwei Pfarrer bilden das Bevollmächtigtengremium, das seit einigen Monaten an sinnvollen Lösungsvorschlägen bastelt. Unterstützung gibt es von der Landeskirche von Westfalen – in Person von Roswitha Scheckel, Pfarrerin aus Hilchenbach, und Pfarrer Nobert Deka aus Gelsenkirchen. Nach elf Treffen des Gremiums wurden nun einige Anregungen und Lösungsansätze vorgestellt.

Gerhard Knoche, Mitglied des Bevollmächtigtengremiums aus Wunderthausen, stellte Fakten und Vorschläge mit den positiven und negativen Aspekten vor. Da die Gemeinde nur rund 800 Mitglieder zähle, stehe rein rechnerisch nur eine 30-Prozent-Pfarrstelle zur Verfügung. Denn um eine Pfarrstelle voll besetzen zu wollen, brauche man 2300 bis 2500 Gemeindemitglieder. Die Aufgaben des Pfarrers würden sich dann in Diedenshausen und Wunderthausen nur auf Kasualien (Taufe, Beerdigung, etc.), Konfirmandenunterricht, Gottesdienst, Seelsorge in besonderen Fällen und gezielte Begleitung der Gemeindekreise beschränken – vorausgesetzt man finde überhaupt Bewerber für eine 30-Prozent-Stelle.

Der erste Lösungsvorschlag wäre ein Gemeindebeitritt. Man könnte sich einer anderen Gemeinde anschließen. Zum einem wäre die Lukas-Gemeinde im Eder- und Elsofftal eine Option. Dort gibt es eine bestehende Verbindung durch den Konfirmandenunterricht, den viele Kinder von Wunderthausen und Diedenshausen bereits besuchen. Außerdem liegt es geographisch sehr nah. Allerdings würde dadurch die Selbstständigkeit verloren gehen. Genauso wäre das Fall, wenn sich die Gemeinde der Kirche Bad Berleburg anschließen würde. Für Berleburg spreche jedoch, dass man durch die vielen Gemeindemitglieder von einer sicheren Pfarrstelle ausgehen könne.

Einen ganz neuen Lösungsvorschlag überlegte sich das Bevollmächtigtengremium. Ein Kirchspiel soll die Selbstständigkeit der Gemeinde erhalten. Es sollen also mehrere Pfarrer zusammen arbeiten und gezielt in den Gemeinden eingesetzt werden. Diese Möglichkeit soll sehr zukunftsfähig ausgerichtet sein. Teilweise fanden die Anwesenden im Publikum den Vorschlag nicht überzeugend, da die Umsetzung doch sehr unrealistisch sei. Zunächst bräuchte man genügend Gemeinden der Umgebung, die sich daran beteiligten. Zum anderen müsste man eine Freigabe des Kirchenkreises haben, die nicht leicht zu bekommen sei.

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