Es geht um 270 Arbeitsplätze
Benteler: „Keine Erholung in Aussicht“

Der Betriebsrat versucht weiterhin die Schließung des Werkes zu verhindern.
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  • hochgeladen von Christian Völkel

juka Weidenau. Für großes Unverständnis bei der Benteler-Betriebsversammlung am Montag hatten die Ausführungen des Betriebsrats gesorgt, dass sich die Unternehmensführung wohl um keinerlei Hilfszahlungen für das Werk des Automobilzulieferers in Weidenau bemüht hatte, das nun schon im Sommer 2022 geschlossen werden soll. Auf SZ-Nachfrage bestreitet das Unternehmen diese Vorwürfe nicht, äußert sich allerdings nochmals zu den Hintergründen der geplanten Schließung.

Herausfordernde Marktlage

„Die Auslastung ist bereits seit Jahren schrittweise zurückgegangen. Dies wird sich leider nicht ändern, da es in Westeuropa nicht ausreichend Neuprojekte gibt, die dem Produktportfolio des Werkes entsprechen“, erklärt ein Pressesprecher der Benteler-Gruppe. Mit der Schließung des Werks reagiere man auf die anhaltend herausfordernde Lage im deutschen Automobilmarkt, die bereits seit einiger Zeit durch eine deutlich reduzierte Nachfrage gekennzeichnet sei.
Eine Ursache dafür sei, dass Automobilhersteller zunehmend außerhalb Deutschlands produzieren oder ihre Lieferungen beziehen.

Aufträge fehlen

Dies betreffe insbesondere Produkte mit geringer Komplexität. „Hinzu kommt, dass es in Europa insgesamt einen erheblichen Überschuss an Warmformkapazität im Markt gibt, der langfristig keine Erholung des Marktes in Aussicht stellt. So werden wir verschiedene Aufträge, die ursprünglich für das Werk Weidenau geplant waren, nicht erhalten“, begründet das Unternehmen die geplante Schließung, die der Betriebsrat weiter verhindern und so auch die Arbeitsplätze der 270 Mitarbeiter retten möchte. Schließlich habe kaum ein Unternehmen während der Corona-Krise keine wirtschaftlichen Probleme gehabt, zudem seien auch andere Standorte von einer unzureichenden Auftragslage betroffen. Die erste Gesprächsrunde zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretung fand in der vergangenen Woche statt, am 27. September soll es weitergehen.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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