Bereitmachen für den Aufschwung

Geschäftsführer Stephan Hundhausen präsentierte gestern die neue Halle (l.) in Eisern, in der künftig konstruktive Stahlbeton-Fertigteile produziert werden. Foto: wette
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wette Eisern. Um die Voraussetzungen für die Produktion von konstruktiven Stahlbeton-Fertigteilen zu schaffen, musste die Hundhausen Unternehmensgruppe in den zurückliegenden Monaten tief in die Firmentasche greifen. Ca. vier Millionen Euro wurden in das Werk am Firmenstandort Eisern investiert, um künftig die Teile, die bislang hinzu gekauft werden mussten, ebenfalls im eigenen Haus herstellen zu können. Im September 2008 begann der Bau der 2500 m2 großen Fertigungshalle, problematisch wurde es dann ab März 2009, als in der Halle, die noch überhaupt nicht hergerichtet war, die ersten Teile zur endgültigen Fertigstellung der Halle produziert wurden. Kein Wunder, dass es phasenweise sehr hektisch zuging auf dem Betriebsgelände. Gestern dann wurde das neue Fertigteilwerk während einer Feierstunde offiziell in Betrieb genommen.

Stephan Hundhausen, Geschäftsführer des Familienunternehmens, berichtete im Pressegespräch, dass die Entscheidung für die Betriebserweiterung schon vor Jahren in die Wege geleitet worden sei. Selbst wenn die Finanzierung, die im Sommer vergangenen Jahres stand, erst gegen Ende des Jahres – also zur Krisenzeit – gestanden hätte, wäre sie wohl immer noch umgesetzt worden: „Es war die richtige Entscheidung, auch wenn es jetzt am Markt schwierig ist. Aber es ist eine bewusste Entscheidung.“ Zwar sei es ein unternehmerisches Risiko – „aber das ist normal“. Was die Baubranche betreffe, so machte Stephan Hundhausen dort einen immer härter werdenden Preiskampf und einen schrumpfenden Markt aus. „Die Auslastung in der ersten Jahreshälfte war kein Problem, weil wir einen guten Auftragsbestand hatten. Schwieriger wird da schon die zweite Jahreshälfte“, sagte der Geschäftsführer, der anmerkte, dass die Auftraggeber der vergangenen Jahre vorsichtiger geworden seien. Kurzarbeit sei bislang kein Thema gewesen, „was aber nicht automatisch heißt, dass sich das in 2009 nicht ändern kann“. 170 Menschen arbeiten am Standort Eisern, an dem dennoch bewusst nichts schwarzgemalt wird. Einen Boom beispielsweise erfahre momentan die Garagenproduktion: „Das ist unser Bekanntheitsträger“, meinte Stephan Hundhausen. Im Vergleich zu 2008 seien die bisherigen Zahlen für 2009 dort sogar gestiegen: „Die Garage ist wie das Haus eine gute Anlage des Vermögens.“

Apropos Vermögensanlage: Als solche könnte man nun auch die Investition der mittelständischen Hundhausen Unternehmensgruppe bezeichnen. Mit der neuen Halle, die im Branchenvergleich über „überschaubare Kapazitäten“ verfüge, vergrößere das Unternehmen die Fertigungstiefe und erweitere sein Know-how zum Nutzen seiner Bauherren. Für Privatkunden, öffentliche Auftraggeber sowie Industrie- und Gewerbekunden könne nun noch leichter die optimale Konstruktion des Bauwerks ermittelt werden, so Stephan Hundhausen. Im 111. Jahr des Bestehens des Familienunternehmens sei das ein wichtiger Schritt zur Abrundung der Angebotspalette, zu der bislang Hoch- und Tiefbau, Gleisbau, schlüsselfertiges Bauen und eben die Beton-Fertiggaragen gehören.

Zum neuen Produktionsprogramm, das in Eisern sogar noch acht neue Arbeitsplätze geschaffen hat, gehören unter anderem Vollbetondeckenplatten und Wandplatten, Binder, Treppen und Podeste, Treppenhauswände oder auch Brandwände. Die ersten Teile, so Stephan Hundhausen weiter, seien bereits produziert und an die entsprechenden Bauherren ausgeliefert worden. Das Familienunternehmen wird nun in vierter Generation geführt. Krisen, so auch die Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren, habe es immer gemeistert: „Wir müssen uns der Krise stellen, nicht in Panik verfallen. Ganz falsch wäre es, gar nichts zu machen. Deshalb müssen wir uns immer wieder auf neue Entwicklungen einstellen.“ Und genau das tut man in Eisern augenscheinlich.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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