Bertha macht Kabarett

 Kabarett in vielen Facetten präsentierten die Bertha-Schülerinnen und -Schüler. Foto: Veranstalter

sz - „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ – das haben sich die Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule Siegen gesagt, als sie sich im laufenden Schuljahr mit den kleinen und großen Ärgernissen des (Schüler-)Alltags beschäftigt haben, um sie im Schülerkabarett auf die Bühne des Siegener Lÿz zu bringen.

Die 40 Teilnehmerinnen im Alter von 10 bis 19 Jahren haben unter Leitung von Bernd-Michael Genähr und Lars Dettmer und ihrem Lehrer Frank Neumann und ihrer Lehrerin Heike Siebel viele kleine und große Anlässe gefunden, über die man zwar lachen kann, bei denen einem aber manchmal das Lachen im Hals stecken bleibt.

Da ist der orientierungslose Jungwähler, der nicht versteht, warum er zur Europawahl gehen soll, da ja doch in Langenholdinghausen kein Atomkraftwerk steht, um das sich ein europäisches Parlament kümmern müsse. Da geht es um Tierrechte der Hühner, die nicht wissen, ob sie sich lieber dem Stress in der viel zu engen Legbatterie aussetzen und mit einem kleinen Fellchen aus einer Felltierfarm ihre kahlen Stellen überdecken sollen oder ob sie doch lieber die Freiheit wählen. Das Lachen bleibt einem im Hals stecken, wenn ein Obdachloser vom Katzenfutter in feiner Soße träumt – leider hat er ja kein Kreditkartenlesegerät um die Spenden der Shoppingqueen annehmen zu können.

Eindrucksvoll das „perfekte Leben“ einer jungen Frau, die zwischen Doktortitel, sozialem Engagement, künstlicher Befruchtung und drei Arbeitsplätzen in drei Zeitzonen hin und her pendelt und darauf wartet, mit 65 ihr Leben beginnen zu können. Zum Lachen sind die Alltagsszenen aus Schule, Elternhaus und Bus. Da wird der „verpeilte“ Lehrer ebenso karikiert wie die verklemmten Eltern, die sich verzweifelt um die Aufklärung der studierenden Kinder bemühen oder die Jugendlichen „Tussis“ , für die nur noch ihre „Likes“ bei Facebook zählen. Zum „Running-Gag“ wurde die Persiflage auf die „Handy-und Smartphone-Generation“.

Am Ende gab es großen Beifall für die schauspielerischen Leistungen und das heiter-nachdenkliche Programm der jungen Kabarettisten. Ermöglicht wurde es durch das Landesprogramm „Kultur und Schule“, mit dem die musische Arbeit an Schulen erfolgreich gefördert wird. Die Höhepunkte des Programms werden auf dem Schulfest am 14. Juni und dem Sommerfestival des „Jungen Theaters Siegen“ am 3. Juli im Lÿz zu sehen sein.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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