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Gäste dürfen wieder in Innengastronomie
Betreiber haben vor der Wiedereröffnung viel zu tun

Nikica Kuzmicic führt seit fast 31 Jahren das Steakhaus El Rancho in der Oberstadt. Auch er hat in den vergangenen Tagen alles für die Öffnung der Innengastronomie vorbereitet. Besonders wichtig ist dem Gastronomen die Qualität seines Fleisches.
  • Nikica Kuzmicic führt seit fast 31 Jahren das Steakhaus El Rancho in der Oberstadt. Auch er hat in den vergangenen Tagen alles für die Öffnung der Innengastronomie vorbereitet. Besonders wichtig ist dem Gastronomen die Qualität seines Fleisches.
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

gro Siegen. Seit Kurzem müssen die hiesigen Gastronomen nicht mehr hauptberuflich Inzidenzwerte checken, sondern dürfen endlich das machen, was sie am liebsten tun: Gäste bewirten und bekochen. Jetzt gibt es erneut gute Nachrichten: Ab Mittwoch darf aufgrund der gesunkenen Inzidenz auch die Innengastronomie wieder öffnen. Die Vorfreude ist bei allen groß, dennoch müssen im Vorfeld einige Vorkehrungen getroffen werden, um vor allem die Hygienebestimmungen einzuhalten.
To-Go-Geschäft läuft nicht gut Auch Nikica Kuzmicic freut sich über die Lockerungen. Der gelernte Koch führt seit fast 31 Jahren das Steakhaus El Rancho in der Oberstadt. Er und seine Frau hätten im vergangenen Jahr nicht damit gerechnet, dass der Lockdown ganze sieben Monate dauern würde.

gro Siegen. Seit Kurzem müssen die hiesigen Gastronomen nicht mehr hauptberuflich Inzidenzwerte checken, sondern dürfen endlich das machen, was sie am liebsten tun: Gäste bewirten und bekochen. Jetzt gibt es erneut gute Nachrichten: Ab Mittwoch darf aufgrund der gesunkenen Inzidenz auch die Innengastronomie wieder öffnen. Die Vorfreude ist bei allen groß, dennoch müssen im Vorfeld einige Vorkehrungen getroffen werden, um vor allem die Hygienebestimmungen einzuhalten.

To-Go-Geschäft läuft nicht gut 

Auch Nikica Kuzmicic freut sich über die Lockerungen. Der gelernte Koch führt seit fast 31 Jahren das Steakhaus El Rancho in der Oberstadt. Er und seine Frau hätten im vergangenen Jahr nicht damit gerechnet, dass der Lockdown ganze sieben Monate dauern würde. Um so glücklicher sind beide über die Öffnung. „Die Gastronomie ist in meinen Augen so eine wichtige Branche. Es wird Zeit, dass wir wieder öffnen können“, so der Gastronom gegenüber der SZ. Auch, weil das To-Go-Geschäft in den vergangenen Wochen nicht wirklich gut angelaufen sei. „Ein schönes Stück Fleisch isst man einfach lieber direkt vor Ort und frisch vom Grill“, so Kuzmicic. Grundsätzlich müssten natürlich einige Vorkehrungen getroffen werden, dennoch sehe er dies entspannt. „Wir kennen viele der Hygienemaßnahmen ja bereits vom vergangenen Jahr, sodass wir uns schon gut darauf einstellen konnten“, erzählt der gebürtige Kroate. Glücklicher Umstand auch, dass die Tische in dem verwinkelten Lokal in vielen Nischen versteckt sind, sodass der Abstand gewährleistet ist.

Wenn die Hygienekonzepte eingehalten werden, ist aus meiner Sicht eine Öffnung völlig bedenkenlos möglich.
Lars Martin
Stellv. Hauptgeschäftsführer Dehoga Westfalen

Auch die Nachfrage sei in den letzten Tagen wieder stark gewachsen. „Viele Leute rufen an und fragen nach größeren Tischen, da ja auch die Kontaktbeschränkungen gelockert wurden“, ergänzt Kuzmicic. Mit der Beschaffung seiner Waren hat der gebürtige Kroate kaum Probleme. „Ich lege sowieso viel Wert auf Qualität, sodass ich mehrmals die Woche frische Lebensmittel einkaufe“, betont er. Die aus dem Lockdown übrig gebliebenen Bierfässer und Getränke konnte er an den Lieferanten zurückgeben. Nun gibt es endlich ein Licht am Horizont. Man kann wieder planen. „Auch ich muss in der nächsten Zeit sicherlich wieder mehr Personal einstellen.“

Hygienekonzepte sind wichtig 

Über die weiteren Lockerungen freut sich zudem Lars Martin als stellv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Westfalen. „Wir haben seit einem halben Jahr eine Eröffnung gefordert und sind dementsprechend jetzt super glücklich, dass wir nun auch die Innengastronomie öffnen können“, so Martin. In einigen Urlaubs- und Modellregionen hat die Gastronomie laut dem Experten schon unter Beweis gestellt, dass diese keinen negativen Einfluss auf die Inzidenzzahlen hat. „Wenn die Hygienekonzepte eingehalten werden, ist aus meiner Sicht eine Öffnung völlig bedenkenlos möglich“, so der Gastronomie-Experte. Durch die Lockerung der Kontaktbeschränkungen hätten es die Gastronomen zudem deutlich einfacher, weil sie jetzt auch größere Gruppen an einen Tisch setzen könnten. „Ab Mittwoch dürfen bis zu drei Haushalte an einem Tisch sitzen. Geimpfte und Genesene zählen nicht hinzu“, klärt Martin auf. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung. Die Regeln würden jetzt außerdem nachgebessert. Die Gastronomen dürften die Tische im Innenraum auch enger stellen, wenn Plexiglasscheiben eingesetzt werden, so der stellvertretende Dehoga-Geschäftsführer. Für den Innenraum gilt weiter: Geimpfte, Genesene und Getestete haben Zutritt.

Öffnung nur mit Vorlauf

Trotz der Vorfreude sei eine Öffnung immer auch mit viel Arbeit verbunden. „Die Gastronomie ist keine Branche, die ohne Weiteres funktioniert. Einkäufe müssen gemacht, Zapfanlagen angeschlossen, Geräte überprüft und gewartet werden werden. Und: Personal muss vorhanden sein“, stellt Lars Martin klar. Denn viele Mitarbeiter aus der Gastronomie hätten sich in den letzten Monaten eine andere Beschäftigung suchen müssen. „Das können wir natürlich nicht verschweigen, denn gerade im Bereich der Gastronomie sind viele 450-Euro-Kräfte beschäftigt, die sich in der letzten Zeit anderweitig umschauen mussten“, sagt der Experte und betont: „Grundsätzlich hoffen wir, dass die Inzidenzen weiter sinken und wir in ferner Zukunft ohne Einschränkung öffnen dürfen.“

Autor:

Sarah Groos

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