Schwindel mit Intensivbetten in der Region? UPDATE
Betrugsverdacht nicht erhärtet

Symbolbild.

juka Siegen/Olpe. Die Betrugsvorwürfe, dass Krankenhäuser vorsätzlich weniger Intensivbetten als eigentlich vorhanden meldeten, um höhere Ausgleichszahlungen vom Staat zu erhalten, haben auch die Region erreicht (SZ berichtete). Bei einem Krankenhaus aus Siegen-Wittgenstein und Olpe war das Gesundheitsministerium auf Auffälligkeiten in den Meldezahlen gestoßen. Die tiefergehende Prüfung übernahm anschließend die Bezirksregierung Arnsberg und kam nun zu einem Ergebnis.

Spur führt in die Region

„Ein schuldhaftes Versagen kann seitens der Bezirksregierung nicht festgestellt werden“, so eine Sprecherin gegenüber der SZ. Die Klink melde konsistent, ein systematisches Vorgehen und Fehlverhalten habe man nicht feststellen können. Wie das Krankenhaus die auffälligen Zahlen erklärte und um welche Einrichtung es sich handelt, dazu wollte man in Arnsberg keine Angaben machen.

Auffälligkeiten in 70 Häusern

Insgesamt waren in Nordrhein-Westfalen bei rund 70 Krankenhäusern Auffälligkeiten bemerkt worden, denen man allesamt nachgehen wolle, wie das Gesundheitsministerium auf Anfrage betonte. Seit Mitte November erhalten Krankenhäuser nämlich weitergehende Zuschüsse, wenn in ihrem Landkreis weniger als 25 Prozent der Intensivbetten frei sind und die Inzidenz einen gewissen Wert erreicht.

Obwohl einige Kliniken diese Hilfestellung mutmaßlich mit gefälschten Zahlen zu Unrecht in Anspruch nehmen wollten, betont das Ministerium weiterhin ihre Wichtigkeit. Denn nur durch diese hätte in vielen Fällen das wirtschaftliche Überleben der Kliniken gewährleistet werden können.

„Anzumerken ist auch, dass für das Jahr 2021 durch die Einführung eines Erlösausgleichs gewährleistet ist, dass es nicht zu einer Überkompensation kommt“, betonte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber der SZ. „Ein Erlösanstieg gegenüber dem Jahr 2019, der nur durch die Ausgleichszahlungen zustande kommen würde, würde also ausgeglichen und somit zu keinem wirtschaftlichen Vorteil für ein Krankenhaus führen“, heißt es.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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