E-Sport hat große Fan-Gemeinde
Bisons mischen kräftig mit

Ob Konsole oder Computer zu Hause – der E-Sport hat auch in Siegen seinen Platz gefunden.
  • Ob Konsole oder Computer zu Hause – der E-Sport hat auch in Siegen seinen Platz gefunden.
  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Marc Thomas

sk Siegen. Corona-Pandemie und kein Ende: Größere Aktivitäten im Sportverein gibt es nicht, Partys sollten unterbleiben, Museen sind geschlossen. Tristesse pur. Trotzdem gibt es Leute, die genießen aktuell die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten über den E-Sport. E-Sport? Was ist das überhaupt? Kurz gesagt, es ist das kompetitive Spielen von Computergames, also ein Wettbewerb. Oder besser gesagt, Teams treten in Computerspielen virtuell gegeneinander an. Organisiert wird sich in Turnieren und Teams, die den Vergleich zu diversen Sportarten laut werden lassen. Daher auch der Name: E-Sport.
Tatsächlich ist E-Sport mittlerweile ein weltweites Phänomen und seit einigen Jahren aus Deutschland nicht mehr wegzudenken. Professionelle E-Sport-Spieler werden von großen Firmen gesponsert und locken Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme.

Vereine wie Borussia Dortmund oder der VfB Stuttgart und viele mehr schicken mittlerweile ihre eigenen E-Sport-Teams, in einer virtuellen Bundesliga auf den Platz. Die Nachfrage ist enorm.
„E-Sport ist ein Phänomen, das man nicht ignorieren kann. Wir kommen weiter, wenn wir nicht so viel Energie auf die Diskussion verschwenden“, erklärt Lisa Völkel, Studentin aus Siegen. Seit drei Jahren ist sie aktiver Teil der Siegener Bisons, dem E-Sport-Team der Uni Siegen.

Spaß und Gemeinschaftsgefühl

Es geht bei den Siegener Bisons zwar auch um den Erfolg und um den Aufstieg in der Universitäts-Liga. Aber schnell wird im Gespräch mit der SZ deutlich, bei den Computerspielen gegeneinander dreht sich in Siegen alles in erster Linie um Spaß und das Gefühl von Gemeinschaft. Gerade dieses Gefühl ist in Zeiten von Corona besonders wichtig und kann durchaus eine Lücke füllen.

„Es ist ein supertoller Ersatz im Moment“, sagt Jannik Schmidt, ebenfalls Student und seit zwei Jahren dabei. „Normal trifft man sich zwei bis drei Mal die Woche beim Fußballtraining.“ Aber selbst das fällt wegen der Pandemie ins Wasser. „Und so hat man einfach den E-Sport.“

Da E-Sport mit seinen verschiedenen Computerspielen vornehmlich online stattfindet, bietet er eine wunderbare Möglichkeit, sich mit Menschen von überall her zu vernetzten, zu unterhalten und digital zu treffen. „Ich lerne auch neue Leute kennen, obwohl ich quasi seit einem Jahr im Zuhause sitze“, fügt Lisa noch hinzu und sieht hier ganz klar einen Vorteil des E-Sports.

Virtuelle Treffen bei E-Sport

Virtuell treffen und Spaß haben, ohne mit Corona-Regeln zu brechen, sind die besten Argumente für den E-Sport. Und dennoch stößt das Phänomen auf Unverständnis, selbst wenn es um das passive Verfolgen von Meisterschaften geht. „Mein Vater versteht das nicht, wir diskutieren immer wieder. Was ist der Unterschied zwischen E-Sport-Turnieren und Fußball gucken im TV?“ Lisa weiß es. „Sport hat den Fernseher, E-Sport hat Twitch“, ergänzt Jannik dazu. Jede Form von Unterhaltung – vom Handball bis zum E-Sport – habe seinen Platz und seine Berechtigung.

Beim E-Sport spielt auch der Standort der Universität Siegen mit der weiten Verteilung der Gebäudekomplexe ein Thema. Dadurch sei es schwer, ein zentrales Studentenleben aufzubauen. „Uns ist auch wichtig, eine Gemeinschaft zwischen den Studenten zu bilden. Gerade jetzt“, erklärt Lisa.
Für Lisa und Jannik ist ein Punkt ganz wichtig: Bei den Siegener Bisons ist jeder willkommen. Egal, ob Student oder nicht, Alter und Geschlecht sind nicht gefragt. „Man muss natürlich die jeweiligen Altersgrenzen des Spiels beachten, aber sonst ist nach oben alles offen. Geschlecht ist nicht relevant, Frauen sind willkommen. Wir wollen, dass sich jeder wohlfühlt.“

Wegen Corona: Veranstaltungen und Weihnachtsfeiern abgesagt

Bei all den positiven Aspekten, Corona ist immer dabei. Public Viewing von Meisterschaften in Hörsälen hat es nicht geben dürfen, Veranstaltungen und sogar Weihnachtsfeiern mussten abgesagt werden. „Spieleabende kann man zum Glück ja noch online machen“, betont Jannik schnell und stellt auch hier wieder den Vorteil des digitalen Sports dar.

Von der Forschung über das studentische Leben bis hin zum Wohnzimmer bieten die Siegener Bisons ein Team, in dem jeder mitmachen kann. Körperlichkeit spielt keine Rolle, jeder kann eine Maus bedienen.
Beim Zukunftsausblick sind sich Lisa und Jannik schnell einig: „Wir wollen weiter wachsen“, sagt Lisa. Und Jannik ergänzt: „Wir hoffen, bald in der Uni besser etabliert zu sein. Vielleicht sind wir irgendwann dann auch der Grund, wenn Studenten sich zwischen zwei Unis entscheiden müssen.“
Die Siegener Bisons sind über ihre Homepage (https://siegenbisons.com) und Facebook zu finden.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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