Zecken wieder früh unterwegs
Blutsauger im Grün

Es gilt: Je früher die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ein Krankheitsrisiko.
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  • Es gilt: Je früher die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ein Krankheitsrisiko.
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sabe Siegen. 2020 war nicht nur ein Pandemie-, sondern auch ein Parasitenjahr: Zecken hatten Hochsaison. Auch in diesem Jahr sind die Blutsauger wieder früh in Wald und Wiesen unterwegs. Von Frühling bis Herbst zeigen die kleinen Spinnentiere die größte Aktivität. Wie man sich vor Borreliose und Hirnhautentzündung schützen kann, welche Mythen es gibt und worauf man achten sollte, erklärt Dr. Constanze Schwade, Fachärztin für innere Medizin mit allgemeinmedizinischer Praxis in Eiserfeld.

Wo ist es am wahrscheinlichsten, sich eine Zecke einzufangen?
Wälder und Wiesen gehören zum natürlichen Lebensraum der Zecken, deshalb sollte man sich beispielsweise beim Wandern auf den Wegen halten und nicht querfeldein laufen. Außerdem hilft lange und helle Kleidung. Auf weißem Untergrund kann man die schwarzen Parasiten besser erkennen und vielleicht verhindern, dass sich die Zecke überhaupt erst festbeißt. Trotzdem sollte man sich danach immer gründlich absuchen. Gleiches gilt für Haustiere. Denn auch durch diesen Übertragungsweg können sich Zecken unserem Lebensraum nähern. Es gilt immer: Je früher die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ein Krankheitsrisiko.

Gibt es Körperregionen, die Zecken bevorzugen?
Gerade Hautfalten oder dünne, gut durchblutete Hautregionen haben Zecken am liebsten.

Kann man eine Zecke ohne Bedenken alleine entfernen?
Wenn man sich nicht unsicher ist und an die betroffene Stelle gut rankommt, dann ja. Sonst lieber zum Arzt gehen. Am besten funktioniert das mit Splitterpinzetten, da besteht dann nicht die Gefahr, dass die Zecke zerquetscht wird. Wenn das passiert, kann es sein, dass nochmal Speichel in die Wunde abgesondert wird. Über den können Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger übertragen werden. Zeckenkarten funktionieren bei noch sehr kleinen Zecken nicht so gut. Auf Hausmittel wie Öl oder Kleber lieber verzichten. Die Zecke könnte dadurch sogar vermehrt eventuell infiziertes Sekret abgeben. Am Ende sollte man die Einstichstelle desinfizieren.

Ein Zeckenbiss kann auch schon mal nicht so glimpflich ausgehen.
  • Ein Zeckenbiss kann auch schon mal nicht so glimpflich ausgehen.
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Man muss also nicht nach jedem Zeckenstich zum Arzt?
Nein. Meist legt sich die Rötung, die durch die Hautreizung beim Entfernen der Zecke entstanden ist, schnell. Trotzdem die Stelle aber immer noch etwas beobachten. Sollte sich nämlich eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle bilden, flächig immer größer werden und dabei nach außen wandern, kann das ein Zeichen für eine Infektion mit Borrelien sein. Dann auf jeden Fall zum Arzt gehen. Im Falle einer Borreliose muss mit Antibiotika behandelt werden.

Es gilt: Je früher die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ein Krankheitsrisiko.
Ein Zeckenbiss kann auch schon mal nicht so glimpflich ausgehen.
Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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