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Neue Mitte im Negertal
Bolzplatz wird Generationen-Treff

Im Herbst soll auf dem ehemaligen Bolzplatz der Negerdörfer ein Treffpunkt für alle Generationen ent-
stehen. Bald schon soll von der Schotterwüste nichts
mehr zu sehen sein. Manuel Ochibowski (Ortsvorsteher und 1. Vorsitzender 	DGV), Christian Schneider (Kassierer DGV), Frank Wolfschläger (1. Vorsitzender Schützenverein) und Sascha Bade (2. Vorsitzender DGV) sind optimistisch, ihre gesteckten Ziele zu erreichen (v. l.).
  • Im Herbst soll auf dem ehemaligen Bolzplatz der Negerdörfer ein Treffpunkt für alle Generationen ent-
    stehen. Bald schon soll von der Schotterwüste nichts
    mehr zu sehen sein. Manuel Ochibowski (Ortsvorsteher und 1. Vorsitzender DGV), Christian Schneider (Kassierer DGV), Frank Wolfschläger (1. Vorsitzender Schützenverein) und Sascha Bade (2. Vorsitzender DGV) sind optimistisch, ihre gesteckten Ziele zu erreichen (v. l.).
  • Foto: Yvonne Clemens
  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

yve Neger. Seit den 1970er-Jahren flogen auf dem etwa 1800 Quadratmeter großen Platz im Negertal die Bälle. Auf Asche spielten später hauptsächlich Kinder und Jugendliche. Früher diente das Areal den „Sportfreunden“ Negertal, doch „echte“ Spiele konnten nicht ausgetragen werden. Dafür sei der Platz einfach zu klein gewesen, blicken am Donnerstag Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins (DGV) auf vergangene Zeiten zurück. Im Laufe der Jahre traf sich der Nachwuchs zum Kicken dann immer seltener auf dem Bolzplatz. Die Örtlichkeit verlor mehr und mehr an Attraktivität. Nur vier Tage im Jahr war richtige Stimmung, dann feierten die Grünröcke des Heimatschutzvereins St. Georg Neger hier ihr Schützenfest.

yve Neger. Seit den 1970er-Jahren flogen auf dem etwa 1800 Quadratmeter großen Platz im Negertal die Bälle. Auf Asche spielten später hauptsächlich Kinder und Jugendliche. Früher diente das Areal den „Sportfreunden“ Negertal, doch „echte“ Spiele konnten nicht ausgetragen werden. Dafür sei der Platz einfach zu klein gewesen, blicken am Donnerstag Mitglieder des Dorfgemeinschaftsvereins (DGV) auf vergangene Zeiten zurück. Im Laufe der Jahre traf sich der Nachwuchs zum Kicken dann immer seltener auf dem Bolzplatz. Die Örtlichkeit verlor mehr und mehr an Attraktivität. Nur vier Tage im Jahr war richtige Stimmung, dann feierten die Grünröcke des Heimatschutzvereins St. Georg Neger hier ihr Schützenfest. Dabei ließ trockenes Wetter die Asche aufwirbeln, zu nasses verwandelte den Grund in „rote Suppe“.

Biergartenatmosphöre genießen

„Bald können wir Biergartenatmosphäre genießen“, freut sich Christian Schneider, Kassierer im DGV. Etwas Fantasie braucht es schon, um sich das vorzustellen. Auch vom ehemaligen Bolzplatz ist nichts mehr zu erkennen. Schottermassen warten darauf, eingebaut und planiert zu werden. Baumaschinen und Materialien zeugen von jeder Menge Arbeit, die bereits verrichtet oder noch erledigt werden muss.
Im Herbst soll das ambitionierte Projekt „Vielfältige und kommunikative Zusammenkunft im Negertal auf dem Sprung zur Bigge“ fertiggestellt sein. „Das ist ein klangvoller Name, dem müssen wir ja auch gerecht werden“, sagt Schneider und zeigt auf einen Plan am Bauzaun, der einen Gesamtblick auf das umfangreiche Vorhaben gewährt, das bald aus dem früheren Bolzplatz einen Treffpunkt für alle Generationen der Negertal-Dörfer macht. Gemeinsam mit dem Schützenverein hat der DGV Bausteine entwickelt, die ineinandergreifend jede Menge Aufenthaltsqualität bieten – für Spiel, Spaß, Spannung und Geselligkeit. Basket-, Fuß-, Volleyball und mehr ist auf dem Multifunktionsfläche möglich. Neben einer großzügigen Liegewiese sollen sich in naher Zukunft Bewohner beim Boule, Outdoor-Schach oder auf der Slackline vergnügen.

Zweistufige Chorempore

Auf der zweistufigen Chorempore ist Platz für Musik, Theater und Kunst. In Hochbeeten wird „Dorfsalat“ angepflanzt, mobile Bänke sind ebenso vorgesehen wie eine Feuerstelle, eine Ruhezone für Senioren, eine Bücherbox sowie eine Skat-Ecke neben Sitzmöglichkeiten und der Dorftafel. E-Bike-Ladestation und Fahrradreparaturbox ergänzen das Angebot.
Viele Hürden mussten gemeistert, behördliche Absprachen getroffen, zahlreiche Arbeitskreissitzungen gehalten und auch Entwürfe wieder in der Schublade entsorgt werden. „Jetzt haben wir alle Auflagen erfüllt“, freut sich Sascha Bade, 2. Vorsitzender des DGV. Bereits im Jahr 2014, so Schneider, sei die Idee aufgekommen, dem Bolzplatz ein völlig neues Gesicht zu geben. Konkrete Ideen seien mit der Gründung des DGV 2015 zusammengetragen worden. Damit bewarb sich der seinerzeit noch junge Verein 2017 um eine Leader-Förderung – mit Erfolg. Das Konzept habe sofort Anklang gefunden, erinnert sich der Kassierer.
Das Ende der Baumaßnahmen ist nun abzusehen. Teils wird im „Verborgenen“ gearbeitet. So entstehen aktuell Holzverkleidungen und Hochbeete in der Schreinerwerkstatt von DGV-Mitglied Thorsten Neef. „Mit dem Lieferanten der Spielgeräte vereinbaren wir bald auch den Liefertermin“, so Schneider. Das Bauvolumen beläuft sich laut Ortsvorsteher und 1. Vorsitzendem des DGV, Manuel Ochibowski, auf etwa 150 000 Euro, davon müssen rund 30 000 Euro selbst getragen und ca. 20 000 Euro durch Eigenleistungen erbracht werden. Die Ehrenamtlichen haben in den nächsten Wochen also viel zu stemmen, um die neue Anlaufstelle für die 400 Einwohner aus Unter-, Mittel- und Oberneger zu realisieren. Der DGV ist optimistisch, seine gesteckten Ziele zu erreichen. Und schon jetzt freuen sich die Vereine auf ein Schützenfest im neuen Gewand – endlich ohne lästige Asche auf dem Schuhwerk.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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