Bombe erfolgreich entschärft

Die Bombe ist entschärft. Hier Volker Lenz vom Kampfmittelräumdienst Westfalen-Lippe mit der Bombe amerikanischer Bauart. Foto: kalle
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sz - An der Dr.-Ernst-Straße in Siegen-Mitte ist am Donnerstagmorgen gegen 7.30 Uhr eine Bombe entdeckt worden. Bei dem Fund, der rund drei Meter tief im Boden lag, handelte es sich nach Angaben des Ordnungsamtes der Stadt Siegen um einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe der Bezirksregierung Arnsberg hat die Fliegerbombe um kurz vor 12.30 Uhr auf dem ehemaligen Tennisplatz an der Dr.-Ernst-Straße entschärft.

Die Ereignisse im Überblick:

Die Bombe ist von den Experten des Kampfmittelräumdienstes erfolgreich entschärft worden.

Die Straßensperrungen, so die Polizei, bleiben aber zunächst noch bestehen. Die Anwohner können derweil in Kürze in ihre Häuser zurückkehren.

Die Evakuierung ist abgeschlossen und die Entschärfung beginnt.

Die Bombe soll nach Angaben vor Ort um kurz vor 12.30 Uhr entschärft werden.

Auch der Dornseifer-Frischemarkt und „Fressnapf“ sollen nach Aussage von Stadtbrandmeister Matthias Ebertz für die Dauer der Entschärfung evakuiert werden.

Nach und nach holen Eltern ihre Kinder aus der Sammelstelle in der Siegerlandhalle ab.

Besucher des Schulfestes am Peter-Paul-Rubens-Gynnasium werden gebeten, über die Hengsbach zu fahren.

Aus Sicherheitsgründen wird das Gebiet in den kommenden Stunden in einem Umkreis von 250 Metern evakuiert, dazu gehören die Dr.-Ernst-Straße, die Fürst-Bülow-Straße, die Hans-Kruse-Straße, die Schnabelstraße, Unter dem Klingelschacht sowie ein Teil der Leimbachstraße. Die Leimbachstraße wird ab der Eisernhardt voll gesperrt.

Betroffen sind rund 580 gemeldete Anwohner sowie die Schüler der Realschule Am Häusling sowie der Spandauer Schule (Grundschule). Die Schüler sind aktuell in der Siegerlandhalle untergebracht; die Eltern werden gebeten, die Mädchen und Jungen abzuholen.

Mitarbeiter der Feuerwehr, Polizei und des Ordnungsamtes der Stadt Siegen riegeln zur Stunde das Areal rund um den Fundort in einem 250-Meter-Radius ab, damit Straßen und Wege nicht weiter befahren werden können.

Rund 100 Einsatzkräfte beginnen derzeit die innerhalb des Radius befindlichen Häuser zu evakuieren. Für nicht mobile Bürger steht ein Fahrdienst bereit, für bettlägerige Menschen kommen zudem im Bedarfsfall Krankentransporte und Rettungswagen zum Einsatz.

Dem Fund der Fliegerbombe waren geplante Bautätigkeiten eines privaten Grundstückseigentümers vorausgegangen; es besteht eine rechtliche Verpflichtung, im Vorfeld Luftbildaufnahmen des Areals auszuwerten. Anhand möglicher Einschlagslöcher nahmen die Experten des Kampfmittelräumdienstes in der vergangenen Woche eine so genannte „Bohrlochdetektion“ vor.

Dafür wurden insgesamt 40 Bohrungen im Erdreich vorgenommen, mit speziellen Sonden wurde in bis zu acht Metern Tiefe mögliche metallische Gegenstände im Boden „aufgespürt“. Die Messwerte hatten Hinweise auf den Bomben-Blindgänger geliefert. Donnerstagmorgen ab 7 Uhr erfolgte dann der sogenannte feststellende Bodeneingriff, bei dem die Fliegerbombe freigelegt wurde.

Für Bürger, die weitere Fragen zur Evakuierung haben, hat die Stadt Siegen eine Hotline geschaltet. Das Servicetelefon steht ab sofort für die Dauer des Einsatzes unter der Nummer (0271) 404 – 1713 zur Verfügung. 

Auch der öffentliche Personennahverkehr wird auf einigen Linien von den Sperrungen betroffen sein. Die Fahrgäste werden gebeten, sich bei den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd (VWS) über Fahrplanänderungen zu informieren.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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