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In Alten- und Pflegeheimen wird zum dritten Mal geimpft
"Booster"-Impfungen sind angelaufen

In den Alten- und Pflegeheimen des Kreises Siegen-Wittgenstein erhalten viele Bewohner bereits ihren dritten „Piks“, die Auffrischungs-Impfungen haben begonnen.
  • In den Alten- und Pflegeheimen des Kreises Siegen-Wittgenstein erhalten viele Bewohner bereits ihren dritten „Piks“, die Auffrischungs-Impfungen haben begonnen.
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juka Siegen. Gut ein Dreivierteljahr ist es her, dass in den Alten- und Pflegeheimen in Siegen-Wittgenstein mit den Corona-Impfungen begonnen wurde. Nun erhalten viele Bewohner bereits ihren dritten „Piks“, die Auffrischungs-Impfungen haben begonnen. „Das Boostern ist in unseren Einrichtungen in vollem Gange“, berichtet Dr. Christian Stoffers, Pressesprecher der Marien-Gesellschaft. Bereits in der vergangenen Woche seien die Drittimpfungen im Haus St. Anna in Netphen gestartet worden, das Haus St. Elisabeth und das Marienheim schlössen sich an.
Jetzt impfen die Hausärzte„In der ersten Oktoberwoche folgt das Haus St. Raphael und macht die Siegen-Wittgensteiner Häuser von uns komplett“, erklärt Stoffers.

juka Siegen. Gut ein Dreivierteljahr ist es her, dass in den Alten- und Pflegeheimen in Siegen-Wittgenstein mit den Corona-Impfungen begonnen wurde. Nun erhalten viele Bewohner bereits ihren dritten „Piks“, die Auffrischungs-Impfungen haben begonnen. „Das Boostern ist in unseren Einrichtungen in vollem Gange“, berichtet Dr. Christian Stoffers, Pressesprecher der Marien-Gesellschaft. Bereits in der vergangenen Woche seien die Drittimpfungen im Haus St. Anna in Netphen gestartet worden, das Haus St. Elisabeth und das Marienheim schlössen sich an.

Jetzt impfen die Hausärzte

„In der ersten Oktoberwoche folgt das Haus St. Raphael und macht die Siegen-Wittgensteiner Häuser von uns komplett“, erklärt Stoffers. Anders als in der ersten Runde im Dezember und Januar werden die Vakzine nun aber von den jeweiligen Hausärzten der Bewohner verimpft. Zuvor hatten das noch die mobilen Impfteams der Kassenärztlichen Vereinigung übernommen. „Das Angebot wird, wie die ersten beiden Impfgänge, sehr gut angenommen“, freut sich der Pressesprecher. Impfreaktionen seien bis dato noch nicht aufgetreten. „Das spricht sogar für eine bessere Verträglichkeit des dritten Impfgangs“, untermauert Stoffers.
In den Startlöchern steht man auch beim Alten- und Pflegeheim der DRK-Stiftung Freier Grund. „Wir sind kurz vor dem Beginn. Es laufen gerade die Planungen und die Abstimmungen mit den Hausärzten“, berichtet Einrichtungsleiter Christian Groth. Das Angebot werde auch in Neunkirchen gut angenommen, freut sich der Leiter.

Auffrisch-Impfung im Einzelfall

Etwas zurückhaltender geht die Diakonie in Südwestfalen an die Thematik heran. „Bei vielen Standardimpfungen wird empfohlen, nach einem bestimmten Zeitintervall eine Auffrischungs-Impfung zum Erhalt des Impfschutzes durchzuführen. Die Notwendigkeit dieser Auffrisch-Impfung bei SARS-CoV-2 wird gegenwärtig wissenschaftlich evaluiert“, erklärt Prof. Dr. Christian Tanislav, Ärztlicher Direktor des Diakonie-Klinikums. „Von Seiten der entsprechenden Fachgesellschaften (Ständige Impfkommission, Robert-Koch-Institut) werden aktuell keine Auffrischungs-Impfungen empfohlen. Dennoch kann im Einzelfall nach sorgfältiger medizinischer Abwägung durch den behandelnden Arzt eine derartige Auffrischung durchgeführt werden“, stellt Tanislav klar. Die Diakonische Altenhilfe Siegerland diene in Sachen Auffrischungs-Impfung lediglich als Bindeglied zwischen interessierten Bewohnern und deren Hausärzten. „In unseren sieben Häusern wurde mit einer Interessensabfrage begonnen. Hausärzte haben folglich vereinzelt Drittimpfungen bereits durchgeführt“, berichtet Tanislav. Da es sich um vertrauliche Gespräche zwischen Bewohnern und Hausärzten handele, könne man auch keine Angaben dazu machen, wie das Impfangebot angenommen werde.

Dritt-Impfung bis 31. Oktober abgeschlossen

Derzeit gibt es in Nordrhein-Westfalen die Drittimpfung für über 80-Jährige und Immungeschwächte. Laut Landesregierung sollen die Auffrischungs-Impfungen in der stationären und teilstationären Pflege bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein. In den übrigen Einrichtungen, beispielsweise Demenz-WGs oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, sollen die Booster-Impfungen bis zum Ende des Jahres beendet sein.
Die Auffrischungen sind dann vorgesehen, wenn die Zweitimpfung mehr als sechs Monate zurückliegt. Für Jüngere sind „Booster“ vorerst nicht geplant, eine Ausnahme bilden aber Personen, die bisher mit Vektorimpfstoffen immunisiert wurden. Diese könnten bald schon eine Auffrischung mit einem mRNA-Präparat wie Biontech oder Moderna erhalten.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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