SZ

Waldgenossenschaft Breitenbach
Borkenkäfer-Fichten sofort aufarbeiten

Von Borkenkäfern befallenes Holz, wie auf diesem Bild, muss umgehend aufgearbeitet werden, damit der Borkenkäfer und seine Brut keine Chance haben, die nebenan stehenden, noch gesunden Bäume zu befallen.
  • Von Borkenkäfern befallenes Holz, wie auf diesem Bild, muss umgehend aufgearbeitet werden, damit der Borkenkäfer und seine Brut keine Chance haben, die nebenan stehenden, noch gesunden Bäume zu befallen.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

kalle Breitenbach. Die Breitenbacher Waldgenossen sind – wie alle Waldbauern – vom unheilvollen Borkenkäfer betroffen. Ganze Waldstücke liegen in dem kleinen Siegener Stadtteil flach. Die Waldarbeiter, Holzrücker, Holzkutscher und die Sägewerker haben Hochkonjunktur. Für die Dienstleister rollt der Rubel. Betriebe aus diesen Branchen sind wegen der guten Auftragslage schwer zu finden. Ob in zwei Jahren überhaupt noch eine Fichte auf dem 130 Hektar großen Areal der Genossenschaft steht, ist ungewiss.
Der Fichtenwald steht vor keiner rosigen Zukunft
Der Waldgenosse und private Waldbesitzer Dietmar Daub sieht wie seine Kollegen keine rosige Zukunft des Fichtenwaldes: „Wir versuchen der Plage Herr zu werden, indem wir beim ersten Anschein eines Befalls sofort aktiv werden.

kalle Breitenbach. Die Breitenbacher Waldgenossen sind – wie alle Waldbauern – vom unheilvollen Borkenkäfer betroffen. Ganze Waldstücke liegen in dem kleinen Siegener Stadtteil flach. Die Waldarbeiter, Holzrücker, Holzkutscher und die Sägewerker haben Hochkonjunktur. Für die Dienstleister rollt der Rubel. Betriebe aus diesen Branchen sind wegen der guten Auftragslage schwer zu finden. Ob in zwei Jahren überhaupt noch eine Fichte auf dem 130 Hektar großen Areal der Genossenschaft steht, ist ungewiss.

Der Fichtenwald steht vor keiner rosigen Zukunft

Der Waldgenosse und private Waldbesitzer Dietmar Daub sieht wie seine Kollegen keine rosige Zukunft des Fichtenwaldes: „Wir versuchen der Plage Herr zu werden, indem wir beim ersten Anschein eines Befalls sofort aktiv werden. Die betroffenen Bäume werden umgehend gefällt, entastet, aus dem Waldrevier gezogen und dann am Wegesrand entweder in Folie verpackt oder begiftet.“ Man versuche so, die befallenen Bäume aus dem Verbreitungsgebiet zu entfernen.
Wichtig sei, so Daub, die Bäume in den ersten sechs bis acht Wochen aus dem gesunden Waldbereich zu entfernen. Das sorge dafür, dass der Borkenkäfer und seine Brut nicht die Gelegenheit bekommen, zu den nächsten Bäumen zu fliegen und weiteres Unheil anzurichten.“ Die Genossen schafften es so, das Verenden der Fichten zu verlangsamen, um dann eventuell künftig auch einen besseren Preis auf dem Holzmarkt zu erzielen.

Gefällte Borkenkäfer-Fichten sofort aufarbeiten

„Machen alle mit“, so ist sich Daub sicher, „können wir manche Flächen sichern“. Was er nicht verstehen kann, ist, dass private Waldbauern nach dem Borkenkäferbefall die Bäume auf ihrer Fläche einfach niedermachen, ohne das Holz anschließend aufzuarbeiten. Die umgelegten Bäume, in denen sich dann der Borkenkäfer und sein Nachwuchs wie im Paradies wohlfühlen, sorgen dafür, dass die angrezenden Flächen ebenfalls massiv befallen werden. Daub macht sich stark dafür, dass sich dieser Missstand schnell ändert.
Es müsse untersagt werden, gefällte Fichten unaufgearbeitet liegen zu lassen. Daub: „Würde das umgesetzt, können wir große Teile des Waldes besser schützen!“

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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