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Trupbacher Waldgenossen setzen Bäume
Borkenkäfer-Front: Aufruf zur Mithilfe

In Trupbach wurde vor kurzem damit begonnen, neue Wälder auf einer vom Borkenkäfer verursachten Kahlfläche mit Traubeneiche und Vogelkirsche (Bild) zu bepflanzen. Archivfoto: Dirk Manderbach
  • In Trupbach wurde vor kurzem damit begonnen, neue Wälder auf einer vom Borkenkäfer verursachten Kahlfläche mit Traubeneiche und Vogelkirsche (Bild) zu bepflanzen. Archivfoto: Dirk Manderbach
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sz Trupbach. Es wurde ernst. Auf einer insgesamt 0,2 Hektar großen Fläche der Waldgenossenschaft Trupbach wurde vor kurzem damit begonnen, neue Wälder auf einer vom Borkenkäfer verursachten Kahlfläche mit Traubeneiche und Vogelkirsche zu bepflanzen. Eingeladen hatte Revierförster Alfred Büdenbender vom Forstamt Siegen-Wittgenstein, der den Waldgenossen die neuesten Pflanzverfahren und waldbauliche Vorhaben vorstellte.

12 000 Festmeter Schadholz

Der traurige Hintergrund der Aktion, die sich überall im Kreis Siegen-Wittgenstein wiederholen soll, ist die anhaltende Borkenkäfer-Katastrophe. Sie hat seit August 2018 allein im Revier Siegen auf ca. 1400 Hektar bis jetzt rund 12 000 Festmeter Schadholz gefordert, 40 Hektar bzw. 60 Fußballfelder Kahlfläche entstanden.

sz Trupbach. Es wurde ernst. Auf einer insgesamt 0,2 Hektar großen Fläche der Waldgenossenschaft Trupbach wurde vor kurzem damit begonnen, neue Wälder auf einer vom Borkenkäfer verursachten Kahlfläche mit Traubeneiche und Vogelkirsche zu bepflanzen. Eingeladen hatte Revierförster Alfred Büdenbender vom Forstamt Siegen-Wittgenstein, der den Waldgenossen die neuesten Pflanzverfahren und waldbauliche Vorhaben vorstellte.

12 000 Festmeter Schadholz

Der traurige Hintergrund der Aktion, die sich überall im Kreis Siegen-Wittgenstein wiederholen soll, ist die anhaltende Borkenkäfer-Katastrophe. Sie hat seit August 2018 allein im Revier Siegen auf ca. 1400 Hektar bis jetzt rund 12 000 Festmeter Schadholz gefordert, 40 Hektar bzw. 60 Fußballfelder Kahlfläche entstanden.

Und: Das Ende der Katastrophe ist noch nicht in Sicht. Ist schon die Vermarktung der enormen Holzmengen für die Waldgenossen eine Herkulesaufgabe, so kommt nun auch noch die Wiederaufforstung der vielen „Käferlöcher“ oder die natürliche Verjüngung der Wälder hinzu.

Dabei, so Alfred Revierförster Büdenbender, seien vielfältige Fragen zu beantworten: Welche Baumarten sind in der Lage, den zu erwartenden veränderten Klimabedingungen zu trotzen? Büdenbender: „Alles wieder mit der anfälligen Fichte wieder aufzuforsten ist keine Option!“

24 000 Pflanzen benötigt

Hat man sich, entsprechend des jeweiligen Waldstandortes, für die konkreten Baumarten entschieden, ist die Versorgung mit Pflanzgut eine weitere Hürde. Wo sollen die vielen Pflanzen herkommen? Was kosten die? Und wie komme ich an Fördergelder für welche Baumarten? Allein in der Waldgenossenschaft Trupbach werden auf den etwa 8 Hektar Kahlfläche ca. 24 000 Pflanzen benötigt.

Natürliche Waldverjüngung?

Man könne alternativ einzelne Flächen auch erst mal sich selbst überlassen und schauen, „was einem die Natur so anbietet. Das funktioniert aber nur dann, wenn ein angepasster Wildbestand eine artenreiche natürliche Waldverjüngung zulässt“, erklärte der Revierförster.

Als nächste Hürde entpuppt sich die Frage nach der konkreten Durchführung der Arbeiten! In der Vergangenheit wurden die wenigen Flächen mit Hilfe von Saisonarbeitskräften der Baumschulen oder auch durch Subunternehmer der Baumschulen erledigt. Diese Arbeitskräfte stehen derzeit nicht ausreichend zur Verfügung. Die Lösung: Selbst ist der Mann bzw. die Frau – die Waldgenossenschaft Trupbach legte Hand an.

Reichliche Folgearbeit

Zunächst ging es Revierförster Büdenbender darum, einmal darzustellen, wie die zu bepflanzende Fläche vorbereitet werden muss, wie man fachgerecht mit den zu pflanzenden Bäumchen umgeht und welche Pflanzverfahren es gibt. Weitere Folgearbeiten, wie Schutzmaßnahmen gegen das Wild sowie Pflegearbeiten kommen später noch hinzu. Diese Arbeiten können ebenfalls von den Pflanzern, die ja dann „ihre Bäumchen“ genau kennen, durchgeführt werden.

Die Trupbacher Vorstandsmitglieder und der Revierförster hoffen nun, dass sich die Waldgenossen, aber auch sonstige Interessierte, gerne auch Jugendliche, bei den Vorstehern der Waldgenossenschaften melden, um beim Wiederaufbau des Waldes mitzuhelfen.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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