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Lieferservice der Apotheken
Botendienste bringen Medikamente nach Hause

Mit der Tüte in der Hand zur nächsten Haustür: Die SZ begleitete Olaf Kolb, der Bote u. a. für die Löwen-Apotheke in Kreuztal ist.
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gro Siegen/Kreuztal. Es fängt langsam an zu dämmern, als Bote Olaf Kolb die Adresse für die nächste Medikamentenlieferung sucht. Nach einigen Minuten findet er endlich die Haustüre der sehr versteckten Einliegerwohnung. Das Wetter ist wieder mal nicht auf seiner Seite. Der Nieselregen hört einfach nicht auf. Nach mehrfachem Klingeln und langem Warten öffnet eine ältere Dame die Tür. „Guten Tag, hier ist die Apotheke. Wir bringen ihnen ihre Medikamente“, verkündet Kolb der Dame mit Maske, aber dennoch lächelnden Augen.Gerade in den letzten Tagen des Jahres decken sich viele noch einmal mit Arzneimitteln ein. Kein Wunder dass in diesem Jahr, neben den Postboten, auch die Botendienste der Apotheken im ganz besonderen Weihnachtsstress waren.

gro Siegen/Kreuztal. Es fängt langsam an zu dämmern, als Bote Olaf Kolb die Adresse für die nächste Medikamentenlieferung sucht. Nach einigen Minuten findet er endlich die Haustüre der sehr versteckten Einliegerwohnung. Das Wetter ist wieder mal nicht auf seiner Seite. Der Nieselregen hört einfach nicht auf. Nach mehrfachem Klingeln und langem Warten öffnet eine ältere Dame die Tür. „Guten Tag, hier ist die Apotheke. Wir bringen ihnen ihre Medikamente“, verkündet Kolb der Dame mit Maske, aber dennoch lächelnden Augen.Gerade in den letzten Tagen des Jahres decken sich viele noch einmal mit Arzneimitteln ein. Kein Wunder dass in diesem Jahr, neben den Postboten, auch die Botendienste der Apotheken im ganz besonderen Weihnachtsstress waren. „Vor den Feiertagen werden viele aus den Krankenhäusern und Heimen entlassen, um mit ihren Familien Weihnachten und Silvester feiern zu können. Diese benötigen ihre Medikamente natürlich auch in den eigenen vier Wänden“, so einer der Inhaber der Löwen-Apotheke in Kreuztal, Jens Harbaum-Neuhaus.

Klassische Serviceleistung

Die meisten Apotheken bieten nicht nur aus diesem Grund den Botendienst an, er ist eine klassische Serviceleistung. Tag für Tag. Harbaum-Neuhaus sieht sich in der Pflicht, die Medikamente auch nach Hause zu liefern. Er appelliert insbesondere an die älteren und chronisch kranken Kunden, die immer noch persönlich in die Filialen kommen, sich die Arzneimittel das nächste Mal bringen zu lassen: „Gerade in den Apotheken und Arztpraxen findet man viele Risikopatienten. Uns ist es ein Anliegen, diesen den Weg zu uns zu ersparen, damit wir alle gesund ins neue Jahr starten können.“Die drei Apotheken von Jens Harbaum-Neuhaus, die er mit seinem Bruder Günther Harbaum-Neuhaus führt, haben auf die momentane Situation in Corona-Zeiten reagiert: Sie haben ein Abkommen mit den Arztpraxen geschlossen. Die geben die Rezepte der Patienten auf direktem Wege an die gewünschte Filiale weiter. Die Medikamente werden im Anschluss von den Apothekern zusammengestellt, geprüft und nach zwei Rubriken sortiert: Zum einen nach Medikamenten die persönlich abgeholt werden und zum anderen nach jenen, die die Boten im Laufe des Tages ausliefern. Montags, dienstags und donnerstags fahren die Apotheken dann zwei mal täglich die Praxen an, um die Rezepte abzuholen.

Fünf Fahrer stemmen Lieferservice 

Die Harbaum-Neuhaus-Apotheken haben insgesamt fünf Fahrer, die den Lieferservice stemmen. Einer der Boten ist eben der 66-jährige Olaf Kolb. Die Strecken, die er und seine Kollegen fahren, sind dabei alles andere als kurz – sie reichen von Kreuztal, nach Wilnsdorf, über Littfeld, bis nach Freudenberg. „Die schwierigste Aufgabe ist es, sich die Routen am Anfang der Schicht sinnvoll einzuteilen, da die Strecke täglich enorm unterschiedlich sein kann. Auch die dunkle Jahreszeit erleichtert uns die Arbeit nicht“, berichtet Kolb der SZ.Je nach Entfernung schafft ein Fahrer im Durchschnitt stündlich fünf Kunden. „Ein Arbeitstag kann auch schon mal länger dauern, da gegen Abend meistens noch neue Lieferungen mit Medikamenten hinzukommen, die an Kunden aus den verschiedensten Ortschaften geliefert werden müssen“, so der 66-Jährige, während er einem erkrankten jungen Mann die Tüte mit den Arzneimitteln an der Haustüre überreicht.

Altenheime und pflegebedürftige Menschen

Die Zahl der Kunden, die ihre Medikamente nach Hause geliefert bekommen, schwankt täglich. Zwischen 20 und 50 Adressen werden vom Fahrerteam jeden Tag angefahren. Zu den Stammkunden gehören vor allem Altenheime und pflegebedürftige Menschen.Olaf Kolb ist nun schon seit vier Jahren als Bote für die Harbaum-Neuhaus-Apotheken tätig. „Es ist schon manchmal stressig und anstrengend, aber ich will mich nicht beschweren“, so Kolb lachend.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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