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Kreissporthalle muss von Grund auf gereinigt und repariert werden
Brandsanierer vor Mammutaufgabe

Mehrere Wochen werden Dutzende von Brandsanierern mit der Schadensbeseitigung in der Kreissporthalle am Fischbacherberg beschäftigt sein.
  • Mehrere Wochen werden Dutzende von Brandsanierern mit der Schadensbeseitigung in der Kreissporthalle am Fischbacherberg beschäftigt sein.
  • Foto: René Traut
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

ihm Siegen. Wer in der Nacht vom 12. auf den 13. November sein Mütchen kühlen wollte, ist nach wie vor nicht bekannt. Der nackte Tatbestand: Einbruch und Brandstiftung in der Kreissporthalle am Fischbacherberg. Die Verwaltung zieht nun eine erste Bilanz der Ereignisse: unabsehbare Schäden und ein gigantischer Sanierungsaufwand. Einziger Trost für den Kreis: Die Versicherung wird wahrscheinlich alles übernehmen.
60 Brandsanierer, 500.000 Euro PersonalkostenAllein 60 Brandsanierer arbeiten nun im so massiv getroffenen Gebäude. Sie werden 14 Tage bis vier Wochen zu tun haben. Der Aufwand ist auf 12.000 Arbeitsstunden geschätzt, allein die Personalkosten werden sich auf mehr als 500.000 Euro summieren. Dabei sind noch nicht einmal alle Schadensbilder geklärt.
Was ist geschehen?

ihm Siegen. Wer in der Nacht vom 12. auf den 13. November sein Mütchen kühlen wollte, ist nach wie vor nicht bekannt. Der nackte Tatbestand: Einbruch und Brandstiftung in der Kreissporthalle am Fischbacherberg. Die Verwaltung zieht nun eine erste Bilanz der Ereignisse: unabsehbare Schäden und ein gigantischer Sanierungsaufwand. Einziger Trost für den Kreis: Die Versicherung wird wahrscheinlich alles übernehmen.

60 Brandsanierer, 500.000 Euro Personalkosten

Allein 60 Brandsanierer arbeiten nun im so massiv getroffenen Gebäude. Sie werden 14 Tage bis vier Wochen zu tun haben. Der Aufwand ist auf 12.000 Arbeitsstunden geschätzt, allein die Personalkosten werden sich auf mehr als 500.000 Euro summieren. Dabei sind noch nicht einmal alle Schadensbilder geklärt.
Was ist geschehen? Schon beim Einbruch in die Sporthalle – sie besteht aus der Dreifachhalle A-B-C, den drei Einfachturnhallen D, E und F sowie dem „Schlauch“ mit Sprintbahn und Sprunggrube – richteten die Täter einiges an: eine eingeschlagene Außenscheibe, eine zerstörte Dachkuppel und beschädigte Blitzschutzelemente schlagen hier zu Buche.

Gehaust wie die Vandalen

Im Gebäude hausten sie wie die Vandalen: Schränke wurden aufgebrochen, Scheiben eingeschlagen, Waschbecken zertrümmert, Handtuchhalter zerstört. Eine ganz üble Idee: das Ausblasen von Pulverlöschern. „Das Löschpulver“, so die Bestandsaufnahme der Kreisverwaltung, „ist in alle umgebenden Bereiche eingedrungen, bedarf einer intensiven Reinigung und hat ggfls. Folgeschäden in verbauter Elektronik verursacht.“

Dann nahm das Unheil seinen weiteren Lauf. In der Sporthalle D setzten die Einbrecher eine hölzerne Bank in Brand. Wand und Schwingboden entzündeten sich jeweils mit ihren Unterkonstruktionen. Fensterrahmen verformten sich durch die Hitze, Scheiben barsten.
Gegen 5 Uhr am Freitag, dem 13., entdeckten die Putzfrauen das Feuer. Die Feuerwehr löschte den Brand und sorgte dafür, dass der Rauch abzog. Allerdings: „Schäden durch in die Unterkonstruktion des Sportbodens eingeflossenes Löschwasser sind zu erwarten.“
Ein gewaltiges Problem bei Bränden: der Ruß. Er hat sich zunächst in Halle D verbreitet und alles mit einer schwarzen, giftigen Schicht überzogen. Alle Bauteile müssen erneuert oder zumindest intensiv von Schadstoffen gereinigt werden.

Lüftungsanlage verteilte Rauch und Ruß

Eine verheerende Rolle spielte die Lüftungsanlage. Sie hat sich um 5 Uhr morgens eingeschaltet und den Rauch und damit den Ruß in alle Hallen (außer der Leichtathletikhalle) verteilt. Der Rauchmelder deaktivierte die Lüftung nicht. Die Nachfrage beim Kreis, ob ein Defekt vorgelegen habe, wurde verneint: „In der zweiten Brandphase schaltete sich die Lüftungsanlage ein und drückte brandrauchfreie Außenluft in alle Lüftungskanäle. Damit war mit der Inbetriebnahme der Lüftungsanlage der Rauchmelder unmittelbar brandrauchfrei. Eine Abschaltung wegen detektiertem Brandrauch erfolgte somit nicht.“ Rauchmelder in Lüftungsanlagen sollten verhindern, dass durch einen Brand in der Anlage oder außerhalb des Gebäudes Rauch ins Gebäude dringt. Das aber sei hier nicht der Fall gewesen.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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