Krombacher Erd-Deich: Es wird nochmal geprüft
Brauerei: "Erde frei von Schadstoffen"

Die Stadt Kreuztal hatte die Baugenehmigung  für den Krombacher Erd-Deich erteilt. Nun wird aber noch einmal überprüft, ob alles  rechtens ist.
  • Die Stadt Kreuztal hatte die Baugenehmigung für den Krombacher Erd-Deich erteilt. Nun wird aber noch einmal überprüft, ob alles rechtens ist.
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nja Krombach. Was sagen die Behörden und die Brauerei zu den Aussagen eines Umweltjuristen, das Erdlager der Krombacher Brauerei neben dem Naturfreibad  sei mit Schadstoffen belastet und illegal?

Erd-Deich in Krombach illegal?

Am Freitag meldete sich eine Sprecherin der Stadt Kreuztal: „Der Erdaushub ist ausdrücklich nicht als Deponie beantragt und auch nicht als solche genehmigt worden. Stattdessen handelt es sich bei dem Erdaushub um eine befristete Zwischenlagerung mit der erklärten Absicht, die Erdmassen vor Ort wiederzuverwenden. Die befristete Genehmigung ist von der Stadt in eigener Zuständigkeit als Baugenehmigungsbehörde erteilt worden.“
Eine Antwort auf Fragen hinsichtlich einer potenziellen Umweltgefährdung oder zur Frage der Abdeckung der Erdmassen gab es nicht. Allerdings: Verschiedene Nachfragen zum Zwischenlager habe die Stadt zum Anlass genommen, den Sachverhalt zu überprüfen. „Die vorgesehene weitergehende Verwendung der Erdmassen vor Ort wird vom Unternehmen im Rahmen des laufenden Verfahrens noch näher dargestellt.“

Wasserrechtliche Genehmigung nicht erforderlich

Der Kreis äußert sich ähnlich. Die Stadt Kreuztal sei für Baugenehmigungsverfahren in ihrem Gebiet zuständig. Im Verfahren sei das Umweltamt des Kreises beteiligt worden und habe auch eine Kopie der Baugenehmigung erhalten. Nach den bei der Kreisverwaltung vorliegenden Erkenntnissen finde das Deponierecht in diesem Fall keine Anwendung. Es existiere auch keine gesetzliche Regelung, nach der bei mehr als 25 000 Kubikmetern Erdaushub andere Zulassungsverfahren relevant würden. „Die für den verwendeten Bodenaushub zulässigen Schadstoffbelastungen und die zum Nachweis der Beschaffenheit des Materials erforderlichen Dokumentationen sind in der von der Stadt Kreuztal erteilten Genehmigung geregelt. Wenn die diesbezüglichen Vorgaben eingehalten worden sind, dürften keine Gefährdungen vorliegen“, bemühte ein Sprecher des Kreises den Konjunktiv. Eine eigenständige wasserrechtliche Genehmigung sei in diesem Fall nicht erforderlich gewesen.

Zu begleitenden Analysen verpflichtet

Stichwort Bodenproben: Die Bauherrin, also die Krombacher Brauerei, sei durch entsprechende Regelungen in der Baugenehmigung zu begleitenden Analysen verpflichtet worden, „die nach den hier bislang vorliegenden Erkenntnissen auch durchgeführt wurden. Die daraus abzuleitenden Ergebnisse sind hier allerdings nicht bekannt“. Es bleibe den Ergebnissen und Erkenntnissen, die im Zuge der von der Stadt avisierten weiteren Prüfung „gewonnen werden, vorbehalten, ob sich weitere Erfordernisse für das Handeln von Behörden ergeben“.

"Umfangreiche Proben genommen"

Die Krombacher Brauerei verweist bezüglich der Fragen zum Genehmigungsverfahren auf die Stellungnahme der Stadt Kreuztal. Zu der Beschaffenheit der Bodenproben und den Vermerken im Laborbericht teilte das Unternehmen mit: „Die verbliebenen Erdmassen sind nicht mit Schadstoffen belastet. Es wurden umfangreiche Proben genommen und entsprechend analysiert.“

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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