Bridget Riley ist die 12. Rubenspreisträgerin

Die Londoner Malerin Bridget Riley ist zur 12. Rubenspreisträgerin der Stadt Siegen bestimmt worden. Foto: Stadt/Museum
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sz - Bridget Riley erhält den 12. Rubenspreis der Stadt Siegen. Dies teilen das Museum für Gegenwartskunst und die Stadt Siegen mit. Eine fünfköpfige Fachjury einigte sich am 13. Januar auf die in London lebende Malerin als neue Preisträgerin. Der renommierte Kunstpreis wird seit 1957/58 vergeben und ist mit 5200 Euro dotiert. Im Sommer 2012 wird die Preisverleihung im Rahmen einer Festsitzung des Rates der Stadt Siegen vollzogen. Anschließend wird die Preisträgerausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen eröffnet. In der Begründung der Jury heißt es: "Die englische Malerin Bridget
Riley (geb. 1931) hat (...) eine Form der Malerei entwickelt, mit der
sie in kürzester Zeit als Vertreterin der so genannten Op Art
weltberühmt wurde. Eine grundsätzliche Erweiterung ihres künstlerischen
Konzeptes ergab sich zu Beginn der 1980er-Jahre durch die Einbeziehung
einer neuen koloristischen Komponente. Sie begann, sich mit der jeweils
charakteristischen Farbigkeit kunsthistorischer Vorbilder
auseinanderzusetzen. (...) In der Folge entwickelten sich (...) immer
komplexere Bildstrukturen unter Einbeziehung einer Farbigkeit, die weit
über die traditionelle konkrete Malerei hinausgeht und alle Bereiche des
visuellen Erlebnisses zwischen Natur und Kultur umfasst. Der Künstlerin
geht es dabei um eine Verbindung der europäischen Tradition konkreter
Malerei mit ihrem Anspruch auf Autonomie und Systematik mit der gesamten
abendländischen Malereitradition der Koloristik."

Eine der herausragendsten Malerinnen unserer Zeit

Bridget Riley zählt zu den herausragendsten Malerinnen unserer Zeit. Von
1949 bis 1952 studierte sie Kunst am Londoner Goldsmith's College,
anschließend, von 1952 bis 1955, am Royal College of Art. Nach frühen
malerischen Experimenten im Sinne der pointillistischen Malerei von
Seurat und Signac und auf den Grundlagen der konkreten Malerei
entwickelte sie bereits in den 1950er-Jahren einen eigenständigen
Malstil. Seit Anfang der 1960er-Jahre wurden ihre Arbeiten in
bedeutenden internationalen Einzelausstellungen und zahlreichen
Gruppenausstellungen gezeigt. Riley erhielt bislang mehrere
Auszeichnungen und Preise, u. a. 1968 den Internationalen Preis für
Malerei der Biennale in Venedig und 2009 den Kaiserring der Stadt
Goslar.

Die Jurymitglieder

Der 12. Rubenspreisjury gehören an: Dr. Marion Ackermann,
Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Dr. Lucius Grisebach,
ehemaliger Direktor des Neuen Museums Nürnberg, Dr. Hanno Rauterberg,
Kunstkritiker der "Zeit", Antje Majewski, Künstlerin, Berlin, und Dr.
Matthias Winzen, Professor für Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der
Hochschule der Bildenden Künste Saar. Dr. Eva Schmidt, Direktorin des
Museums für Gegenwartskunst Siegen, moderierte die Sitzung. Die Jury
tagte in Anwesenheit des Arbeitskreises "Rubenspreis der Stadt Siegen"
unter Vorsitz der Siegener Beigeordneten für Kultur, Babette Bammann.

Der Rubenspreis der Stadt Siegen

Der 1955
gegründete Rubenspreis der Stadt Siegen gehört zu den renommierten
internationalen Kunstpreisen. Er wird alle fünf Jahre einem Maler/einer Malerin oder einem Grafiker/einer Grafikerin
zugesprochen, der/die sich im europäischen Kunstschaffen durch ein
wegweisendes künstlerisches Lebenswerk ausgewiesen hat. Die
Auszeichnung erinnert an den Maler-Diplomaten Peter Paul Rubens, der den
Gedanken europäischer Einigung in seinem Lebenswerk ausgedrückt hat,
lange bevor er politische Realität werden konnte. Rubens, in
Siegen geboren, hat als Hauptmeister der europäischen Barockmalerei
jene künstlerischen und europäischen Maßstäbe gesetzt, denen die
Preis-Verleihung seit 1957/58 verpflichtet ist. Vor Bridget Riley wurden Hans Hartung (1957/1958), Giorgio Morandi (1962), Francis Bacon (1967), Antoni Tàpies (1972), Fritz Winter (1977), Emil Schumacher (1982), Cy Twombly (1987), Rupprecht Geiger (1992), Lucian Freud (1997), Maria Lassnig (2002) und Sigmar Polke (2007) mit dem Rubenspreis geehrt. Das Museum für Gegenwartkunst Siegen beheimatet wichtige und
umfangreiche Werkgruppen aller Rubenspreisträger. Derzeit bietet die
Privatsammlung Lambrecht-Schadeberg mit 130 Arbeiten einen guten
Überblick über das Schaffen der ersten elf Rubenspreisträger. Arbeiten
der neuen Preisträgerin werden künftig in die Sammlung integriert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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