Bronze für Philipp Herder

 Philipp Herder vom Kunstturn-Bundesligisten Siegerländer KV gewann gestern bei den Deutschen Meisterschaften in Stuttgart die Bronzemedaille im Boden-Finale. Im Mehrkampf war der Berliner Tags zuvor achtbarer Vierter geworden. Foto: Archiv
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krup - Der 22-Jährige erzielte 14,125 Punkte, nachdem er am Vortag im Mehrkampf-Finale mit 81,950 Zählern den ebenfalls respektablen 4. Rang belegt hatte. Wie ehrgeizig und selbstkritisch der gebürtige Berliner jedoch ist, zeigte sich in seinem Gesamturteil zur Deutschen Meisterschaft: „Der 3. Platz im Boden-Finale war ein kleiner Trost für den Mehrkampf, denn da habe ich die greifbar nahe Medaille erst am letzten Gerät vergeben.“

In der Tat rangierte der in Stuttgart für seinen Stammverein SC Berlin turnende Philipp Herder vor seinem sechsten und letzten Gerät auf Bronzeplatz 3, und das mit dem scheinbar komfortablen Vorsprung von rund sieben Zehntel Punkten. Am Seitpferd misslang Herder jedoch der Abgang, und der bis dato viertplatzierte Lukas Dauser (TSV Unterhaching) zog noch an ihm vorbei. In der Endabrechnung des Sechskampfes hatte Dauser mit 82,950 Punkten exakt einen Zähler Vorsprung vor Herder. Deutscher Mehrkampf-Meister wurde Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes) mit 88,800 Zählern vor Andreas Toba (TK Hannover/84,200).

Wie mental stabil Philipp Herder jedoch ist, zeigte er am „Tag danach“. Seine starke Bodenübung wurde mit 14,125 Punkten und damit der Bronzemedaille belohnt. Außerdem erreichte Philipp Herder die Gerätefinals am Barren und an den Ringen. Auch am Barren musste der mit Abstand beste Punktesammler der SKV-Bundesligariege einen Absteiger quittieren, was ihn angesichts von 11,95 Punkten aller Medaillenchancen beraubte. „Schade, am Vortag im Mehrkampffinale hatte ich am Barren noch 14,80 Punkte geturnt – das hätte einen Tag später für eine Medaille gereicht, aber so ist eben das Turnen“, hatte der Berliner diese verpasste Chance relativ schnell abgehakt.

Einverstanden war Herder indes mit seinem Ringe-Finale: „13,90 Punkte sind in Ordnung. Generell bin ich mit dem Verlauf der Deutschen Meisterschaften zufrieden. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob die gebotenen Leistungen für eine Nominierung zu den Weltmeisterschaften reichen.“ Am Mittwoch dieser Woche wird der Deutsche Turner-Bund darüber entscheiden, wer die schwarz-rot-goldenen Farben bei der WM im chinesischen Nanning vom 3. bis 12. Oktober 2014 vertreten wird.

Nico Ermert vom TV Freudenberg war der zweite Turner der SKV, der bei den nationalen Titelkämpfen in der Schwaben-Metropole am Start war. Im Mehrkampf belegte der 19-Jährige mit 65,650 Punkten den 21. Platz unter 24 Teilnehmern. Seine höchste Wertung erzielte Ermert am Barren mit 12,200 Punkten, während ihn die 8,950 Punkte am Seitpferd einige Plätze in der Tabelle kosteten. Sehr nahe beieinander lagen seine Wertungen am Boden (10,150), an den Ringen (10,950), am Sprung (11,800) und am Reck (11,600).

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