Brücke ersetzt Bahnübergang

 Eine Problemstelle der B 62 zwischen Lützel und Erndtebrück ist der Bahnübergang Altenteich – er zwingt die Verkehrsteilnehmer auch bei offenen Schranken zum Schritt auf die Bremse. Dieses Nadelöhr soll verschwinden. Foto: Jan Schäfer
  • Eine Problemstelle der B 62 zwischen Lützel und Erndtebrück ist der Bahnübergang Altenteich – er zwingt die Verkehrsteilnehmer auch bei offenen Schranken zum Schritt auf die Bremse. Dieses Nadelöhr soll verschwinden. Foto: Jan Schäfer
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js - Wie viele Glieder der seit Jahren diskutierten Ortsumgehungskette zwischen Kreuztal und Schameder eines Tages tatsächlich unter die Räder kommen werden, kann derzeit wohl niemand mit Sicherheit sagen. Am greifbarsten ist nach wie vor die Kreuztaler Südumgehung, doch auch sie wird nicht mehr in diesem Jahrzehnt zu befahren sein. Einen möglichen zweiten Schritt stellten die Ingenieure des Landesbetriebs Straßenbau NRW am Mittwoch dem Hilchenbacher Bauausschuss vor: den Ausbau der B 62 zwischen Lützel und Erndtebrück.

Der insgesamt 3,4 km lange Abschnitt zwischen Lützel und Erndtebrück soll in optimierter Trasse ausgebaut werden. Der Regelquerschnitt soll mindestens 11,5 Meter betragen, Kurvenradien sollen abgeschwächt werden. Wo es möglich ist, sollen Überholstreifen für schnelleren Verkehrsfluss sorgen. Wunsch der Planer ist es, hier Tempo 100 km/h zu ermöglichen. Entscheiden wird darüber allerdings die Straßenverkehrsbehörde.

„Herausragendes Ingenieurbauwerk“ wird der Ersatz des Bahnübergangs Altenteich, der als Nadelöhr besonders im Winter immer wieder problematisch ist. Hier soll die Straße die Schienen künftig überbrücken – und zwar mit einer Kreisbogenstahlprofil-Konstruktion. Die sei einigermaßen preiswert und trage den Verkehr, auch Schwertransporte. Um die Bundesstraße hier über die Gleise zu leiten, sind gewaltige Erdbewegungen nötig. Bereits ab Altenteich muss die Fahrbahn eine neue Steigung bekommen – die Rede ist von etwa 6 Prozent Gefälle. Ein großer Dammkörper wird nötig sein, die angrenzenden Naturschutzgebiete bleiben davon aber unberührt.

Überholspuren sind in beide Fahrtrichtungen geplant, jeweils beginnend in den beiden Ortsausgängen des Weilers Altenteich – 600 Meter lang in Richtung Erndtebrück, doppelt so lang gen Siegerland; auch die Brücke über die Bahnstrecke wird somit eine dreispurige Fahrbahnbreite erhalten. In Altenteich selbst soll der Verkehr aus Sicherheitsgründen nur zweispurig verlaufen.

Sollten alle weiteren Planungen reibungslos verlaufen, könnte 2017 ins Planfeststellungsverfahren eingestiegen werden. Ein Beschluss könnte „im optimalen Fall“ 2018 ergehen, sodass ein Baubeginn im Jahre 2020 denkbar wäre. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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