Prof. Dr.-Ing. Peter Burggräf ist "Professor des Jahres"
Brückenbauer zwischen Studium und Praxis

Prof. Peter Burggräf nahm den Preis im Rahmen einer kleinen Feierstunde entgegen.
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  • Foto: Universität Siegen
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sz Siegen. Im Rahmen eines kleinen Festaktes ist Prof. Dr.-Ing. Peter Burggräf (Universität Siegen) als „Professor des Jahres“ ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich von der Unicum-Stiftung vergeben. Prof. Peter Burggräf wurde in der Kategorie Ingenieurwissenschaften/Informatik zum Professor des Jahres 2019 gekürt. Aus über 2100 Nominierten hatte die Jury in vier verschiedenen Kategorien jeweils eine Professorin oder einen Professor des Jahres ausgewählt.

Die Auszeichnung würdigt Professoren, die eine Brücke zwischen Studium und Praxis schlagen und ihre Studierenden bestmöglich auf den Berufseinstieg vorbereiten. Prof. Burggräf engagiere sich mit Leib und Seele dafür, seine Studierenden für die zukünftigen Anforderungen in der Wirtschaft fit zu machen, sagte Jury-Vertreterin Prof. Dr. Michaela Geierhos bei der Preisverleihung: „Das heutige Berufsleben ist durch immer kürzer werdende Innovationszyklen gekennzeichnet. Dies erfordert neben einem fundierten technischen Wissen auch Mobilität im Denken und Handeln – und die Fähigkeit, fächerübergreifende Problemlösungsstrategien zu entwickeln.“

In seinem 2017 an der Uni Siegen gegründeten Masterstudiengang „International Production Engineering and Management“ (IPEM) vermittle Burggräf genau diese Kompetenzen. Durch seine intensiven Kontakte zu produzierenden Unternehmen ermögliche er ihnen außerdem frühzeitig Einblicke in die Berufspraxis, erklärte Geierhos in ihrer Laudatio. Prof. Burggräf leiste einen vorbildlichen Spagat zwischen Theorie und Praxis, lobte auch Prof. Dr. Alexandra Nonnenmacher, Prorektorin für Bildung, die bei dem Festakt die Glückwünsche der Universitätsleitung überbrachte.

„Das ist eine tolle Ehre, über die ich mich sehr freue“, sagte Prof. Burggräf, dem es gleichzeitig wichtig war, seinem Team und der Universität zu danken: „Ohne meine dynamischen, freundlichen und hoch-effizienten Kolleginnen und Kollegen am Institut und die Unterstützung der Hochschulleitung wäre das, was wir in den vergangenen drei Jahren hier aufgebaut haben, nicht möglich gewesen.“

Kein Wettbewerb mit Computern oder KI

Neben dem neuen IPEM-Studiengang hat Burggräf mit Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Industrie auch eine „Smarte Demonstrationsfabrik“ eröffnet. Studierende sollen dort innovative Methoden und Produktionsverfahren unter realen Bedingungen erproben. Welchen Herausforderungen sich Unternehmen – und damit auch seine Studierenden – aktuell stellen müssen, erläuterte Burggräf in seinem Festvortrag. Die Urbanisierung und der damit einhergehende Fachkräftemangel gehörten ebenso dazu wie der Klimawandel und entsprechende Auflagen für die Industrie, die Digitalisierung, Risiken durch Cyber-Angriffe oder Populismus und politische Instabilität: „Wir bewegen uns in einem Umfeld, das extremen Veränderungen unterworfen ist.“

Burggräf plädierte vor diesem Hintergrund dafür, die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz zu nutzen, um Deutschland als Wirtschaftsstandort zu erhalten. Künstliche Intelligenz werde künftig in Unternehmen mit menschlichen Entscheidern auf einer Stufe stehen, prophezeite Burggräf: „Dabei lohnt es sich nicht, einen Wettbewerb mit dem Computer einzugehen. Man sollte ihn eher als Kollegen betrachten und den Umgang mit künstlicher Intelligenz aktiv erlernen.“

Burggräf ist außerdem teilhabender Geschäftsführer des Ablegers Street Scooter Research GmbH der RWTH Aachen und Mitglied des Aufsichtsrats bei dem Elektroautohersteller e.GO Mobile AG. Auf dem Gelände der Siegener Firma Achenbach Buschhütten wurde auf Burggräfs Initiative im September 2019 ein Reallabor für Forschung, Entwicklung und neueste Produktionstechnik eröffnet. Herzstück dieser Kooperation zwischen der Uni Siegen, der RWTH Aachen, Achenbach Buschhütten und weiteren Partnern ist die „Smarte Demonstrationsfabrik Siegen“ (SDFS).

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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