Keine Party an Krönchen und Rathaus
Bürgermeister schaut in der Oberstadt nach dem Rechten

Viel los war am Freitagabend in der Oberstadt nicht. Polizei und Ordnungskräfte hatten später keine Mühe, das Betretungsverbot durchzusetzen.
  • Viel los war am Freitagabend in der Oberstadt nicht. Polizei und Ordnungskräfte hatten später keine Mühe, das Betretungsverbot durchzusetzen.
  • Foto: kaio
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

tip Siegen. Das erste Wochenende seit dem kontrovers diskutierten Betretungsverbot in der Siegener Oberstadt ist nach Ansicht der Ordnungsbehörden ruhig verlaufen. „Keine Auffälligkeiten“, lautet das nüchterne Fazit der Polizei in Siegen. Auch Bürgermeister Steffen Mues ist mit der Umsetzung der Maßnahme zufrieden. Mues hatte sich am Samstagabend selbst ein Bild verschafft, als er am Platz vor dem Rathaus und an den Stufen zur Nikolaikirche nach dem Rechten gesehen hatte. „Schon gegen 22 Uhr war eigentlich so gut wie gar nichts mehr los“, berichtete er der SZ auf Nachfrage. Zwar habe offensichtlich auch das eher trübe Wetter dazu beitragen. Mues denkt aber, dass auch die Öffentlichkeitsarbeit und die mediale Berichterstattung über die von der Ordnungsbehörde in Kraft gesetzte Allgemeinverfügung für die Oberstadt Wirkung gezeigt habe.

Besonnen und einsichtig

Auch am Freitag, als es abends noch gutes und trockenes Wetter gegeben hatte, habe es eine „entspannte Lage“ gegeben. Dies hätten Mues die eingesetzten Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die von Polizei und Mitarbeiter eines Security-Unternehmens unterstützt worden waren, berichtet. Die Beendigung der Personenansammlung sei quasi „von hinten nach vorne“, also von der Nikolaikirche aus in Richtung Unteres Schloss erfolgt. Die angesprochenen Feiernden hätten besonnen und einsichtig reagiert.

Schon gegen 22 Uhr war so gut wie gar nichts mehr los.
Steffen Mues
Bürgermeister Siegen

Mues lobt in diesem Zusammenhang auch die Ansprache der eingesetzten Mitarbeiter und Dienste: „Ich habe den Eindruck, dass dies wirklich alles in einem sehr vernünftigen Ton passiert. Das kommt insgesamt gut an.“ Auf den externen Security-Dienst sei man städtisch angewiesen, da das eigene Ordnungsamt nicht über genügend Mitarbeiter verfüge, um die Wochenend- und Nachtdienste abzuleisten. „Wir suchen da händeringend Verstärkung“, so der Bürgermeister.

Müll ist das größte Problem

Am Betretungsverbot an Frei- und Samstagen von 23 bis 5 Uhr hatte es viel Kritik gegeben. Doch vor allem das Müllproblem, so Mues, habe man einfach nicht in den Griff bekommen. Der Bürgermeister: „Wir haben schon zehn zusätzliche Behälter aufgebaut. Es hat leider nichts genützt. Und ich kann mich dann auch nicht mehr schützend vor die Feiernden stellen und behaupten, dass nur eine Minderheit für die Müllberge und Massen an Glasflaschen sorge. Angesichts der Bilder, die ich an Samstag- und Sonntagmorgen wahrnehmen musste, kann davon leider keine Rede sein. Das war katastrophal“

Autor:

Tim Plachner

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